Ahe-Hammer gehört zur Stiftung

Der Ahe-Hammer ist in die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur aufgenommen worden.

WERDOHL/HERSCHEID ▪ Der Ahe-Hammer ist als zwölftes Objekt in die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur aufgenommen worden. Das wurde während der Kuratoriumssitzung am Mittwoch beschlossen, bei der auch NRW-Minister Michael Groschek zum neuen Kuratoriumsvorsitzenden gewählt wurde.

Einstimmig beschloss das Kuratorium die Aufnahme des Denkmals „Schwarze-Ahe-Hammer“ in Herscheid. Der bisherige Eigentümer, die Thyssen Krupp Federn GmbH, hatte sich im Vorfeld sehr dafür engagiert, „das einzigartige denkmalgeschützte Objekt nachhaltig zu sichern und in gute Hände zu geben.“ Das teilte jetzt Kuratoriums-Sprecherin Dr. Marita Pfeiffer mit.

Demnach sei eine Übertragung des Ahe-Hammers an die Industriedenkmalstiftung von der Gemeinde Herscheid und der Stadt Werdohl ebenfalls sehr befürwortet worden, weil die Ziele der gemeinnützigen Stiftung im Hinblick auf den Erhalt und die Nutzung von Denkmalen den Vorstellungen der Kommunen entsprächen.

Auch die Familie Schauerte-Brüninghaus, in deren Besitz sich der Ahe-Hammer rund 400 Jahre lang befand, habe sich dafür eingesetzt, das Denkmal an die Stiftung zu übertragen.

Das seit 1984 unter Denkmalschutz stehende historische Hammerwerk „Schwarze-Ahe-Hammer“ ist erstmals im Jahre 1562 genannt und in seiner heutigen Gestalt Ende des 18. Jahrhunderts erbaut worden. Bei dem Hammerbetrieb handelt es sich um den einzigen im Märkischen Kreis noch erhaltenen sogenannten „Osemundhammer“.

In der Pressemitteilung des Kuratoriums heißt es weiter: „Im Anschluss an die formale Eigentumsübertragung wird es darum gehen, gemeinsam mit den am Ahe-Hammer interessierten Menschen, insbesondere aus den aktiven Geschichtsvereinen in Herscheid und Werdohl, ein Konzept für einen sinnvollen Betrieb des Denkmals zu erarbeiten. An ihren anderen Standorten hat die Stiftung gute Erfahrungen mit Fördervereinen gemacht, die sich für die Vermittlung der Denkmale im Rahmen von Führungen und Schaubetrieben einsetzen. Auch beim Ahe-Hammer wird das Ziel darin bestehen, das Technikdenkmal zu erhalten und der Öffentlichkeit und insbesondere Schulklassen zugänglich zu machen.“

Ursula Mehrfeld, die Geschäftsführerin der NRW-Stiftung Industriedenkmalpflege freue sich zusammen mit ihrem Team auf diese reizvolle Aufgabe und eine gute Zusammenarbeit mit den Menschen in Werdohl und Herscheid.

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