Vossloh modernisiert bis 2017 kompletten Standort

Geschäftsführer Klaus Mazurczyk (r.) und Konzernbetriebsratsvorsitzender Wolfgang Klein vor dem Verwaltungsgebäude, das gerade für eine Million Euro umgebaut wird. Optisch wird es dem Technikzentrum (l.) angepasst. In der Kanzel (r.) befindet sich die Kantine.

WERDOHL ▪ „Wenn wir fertig sind, ist das hier Benchmark“. Klaus Mazurczyk, Geschäftsführer der Vossloh Fastenings Systems, setzt mit der Sanierung des kompletten Standortes die Vergleichsgröße. Bis 2017 investiert die Vossloh AG bis zu zwölf Millionen in die Fertigung der Schienenklemmen in Werdohl. Sechs Öfen werden dann 50 Millionen Teile im Jahr vergüten können. Von Volker Heyn

Die Produktionsanlagen glichen eher einer Ansammlung verschiedener Hallen und Hütten hinter dem Bahnhof. So ähnlich beschreibt es der Betriebsratsvorsitzende Wolfgang Klein. Dabei ist Werdohl die Zentrale des Weltkonzerns Vossloh AG. Hier werden von der Vossloh Fastening Systems die Verbindungselemente zwischen Schiene und Schwelle hergestellt.

Um die 50 Millionen Teile pro Jahr herstellen zu können, sind bislang noch teure Sonderschichten nötig. Weil die bisher fünf Vergütungsöfen den Auftragseingang nicht komplett schaffen, müssen Teile von Fremdfirmen in Lohnarbeit gehärtet werden. Wenn Ende des Jahres die sechste Ofen-Linie in der neuen Halle in Betrieb genommen wird, gehören diese Probleme der Vergangenheit an. Durch den Neubau der Produktionshalle wird auch der Materialfluss verbessert und effizienter gestaltet. Vier Ofenlinien stehen bislang günstig in einer Reihe. Die fünfte musste aus Platzgründen quer davor gestellt werden. Der sechste Ofen – eine Maßanfertigung – ist schon angeliefert und steht in einer gemieteten Halle im Gewerbepark Eveking.

Ende dieses Jahres wird der Hallenneubau bezogen, hier sind dann 1,2 Millionen Euro verbaut worden. Nach und nach soll die Ausgliederung aus Lüdenscheid In der Dönne wieder nach Werdohl zurückgeholt werden. In die ehemaligen Hoffmeister-Hallen war Vossloh mit der Lackierei ausgewichen, weil in der Heimat der Platz nicht mehr reichte. Die Kunden verlangen auch zum Teil lackierte Schienenbefestigungselemente.

Die Generalsanierung des Werdohler Standortes hatte im vergangenen Jahr begonnen. Das vier Millionen Euro teure Technikzentrum wurde in Betrieb genommen. Hier sind die Labore untergebracht, in denen die Schienenklemmen in Dauertests geprüft und verbessert werden.

Neben der Fertigung wird auch die Verwaltung vollständig umgekrempelt. Im Technikzentrum ist der Verwaltungstrakt I für die Holding untergebracht. Hier sind schon modernste, lichtdurchflutete und offene Büros eingerichtet. Der Verwaltungstrakt II wird gerade komplett entkernt und für rund eine Million Euro modernisiert. Während des Umbaus laufen Werk und Verwaltung unter Vollauslastung weiter. „Wir können hier nicht auf der grünen Wiese neu bauen“, so Mazurczyk. „Aber wenn wir 2017 komplett umgebaut haben, hat das Werk hier den technischen Stand eines Neubaus auf der grünen Wiese.“

Wenn bis 2017 alle alten Hallen abgerissen und durch Neubauten ersetzt, die Produktion optimiert und die Verwaltungsgebäude modernisiert sind, ist Vossloh Fastening Systems mehr als zukunftsfit. Wolfgang Klein: „Wir sind Weltmarktführer und wir wollen das auch bleiben.“

Vossloh stellt seit 1884 Befestigungselemente für Schienen in Werdohl her. Am Standort sind zurzeit 370 Mitarbeiter beschäftigt.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare