Werdohl: WBG mit zwei Fraktionsspitzen

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Volker Oßenberg ist einer der beiden neuen Fraktionsvorsitzenden der WBG.

Werdohl - Die Fraktionsspitzen und die Verwaltung haben sich in Vorgesprächen auf die Zusammenlegung von Ausschüssen und deren Besetzung geeinigt, im Rathaus liegt aber noch keine endgültige Zustimmung der politischen Gruppierungen vor. Sobald diese eingegangen sind, wird die Verwaltung eine Tischvorlage für die konstituierende Ratssitzung kommenden Dienstag präsentieren.

Während bei CDU und SPD der zukünftige Fraktionsvorsitz noch davon abhängt, ob Matthias Wershoven (SPD) oder Silvia Voßloh (CDU) am Sonntag ins Bürgermeisteramt gewählt wird, hat die WBG das Thema seit Freitag durch. Die Fraktion der Werdohler Bürgergemeinschaft teilte der Verwaltung mit, dass Volker Oßenberg und Thorsten Hänel gemeinsam und gleichberechtigt die Fraktion leiten werden. Dafür werde die Fraktion keinen stellvertretenden Vorsitzenden benennen. „Wir wollten etwas Gescheites machen und kein Flickwerk“, sagte Oßenberg am Freitag gegenüber unserer Redaktion. Er wie auch Hänel stünden beide im Beruf und hätten noch kleinere Kinder. Das Amt des Fraktionsvorsitzenden bedeute einen großen zeitlichen Aufwand, den sich die beiden Männer teilen wollen. Jeder habe seine Schwerpunkte. Oßenberg: „Wir versprechen uns davon auch einen verbesserten Informationsfluss innerhalb der Fraktion.“ Die Fraktionsspitze sei damit in fast allen Ausschüssen vertreten.

Es gilt als sicher, dass nicht mehr alle Ausschüsse der abgelaufenen Wahlperiode erneut gebildet werden. Vor allem aus Gründen der Haushaltskonsolidierung wird es zu Einsparungen kommen. Aller Wahrscheinlichkeit wird der Schulausschuss mit dem Sportausschuss zusammengelegt.

Neben den Ausschussbesetzungen werden in der konstituierenden Ratssitzung am Dienstag auch die beiden stellvertretenden ehrenamtlichen Bürgermeister gewählt. Das hat mit dem Ausgang der Stichwahl morgen wenig zu tun, auch wenn sich die Parteien mit Personalvorschlägen noch zurückgehalten haben. Den Zugriff auf das Amt des ersten stellvertretenden Bürgermeisters hat die Mehrheitsfraktion, in diesem Fall also die CDU. Bislang hatte Dirk Middendorf dieses Amt bekleidet, der zweite Stellvertreter war Andreas Späinghaus (SPD).

Ein Ratsmitglied bekommt 192 Euro Aufwandsentschädigung pro Monat, in Fraktionen mit einer Stärke von mehr als zehn Mitgliedern (hier CDU und SPD) bekommt der Fraktionsvorsitzende den vierfachen Satz, bei Fraktionen mit weniger als zehn Mitgliedern (hier WBG und FDP) den dreifachen Satz. Die Stellvertreter bekommen jeweils den zweifachen Satz. Die WBG bekommt trotz ihrer Doppelspitze und des Verzichts auf den Vertreter die Sätze für einen Vorsitzenden und einen Vertreter. Der erste stellvertretende Bürgermeister erhält den vierfachen Satz von 192 Euro, der zweite Stellvertreter den zweieinhalbfachen Satz.

Am Dienstag werden auch die ausscheidenden Ratsmitglieder geehrt. Besonders erwähnenswert sind hier die früheren Fraktionsvorsitzenden von SPD, Cornelius Böttcher und WBG, Willibald Mertens sowie der CDU-Älteste Willi Bettelhäuser. Letzterer war auch Vorsitzender des Stadtwerke-Aufsichtsrates. Dieser Posten sowie weitere Gremien und Vertretungen werden in der Ratssitzung am 30. Juni besetzt.

Von Volker Heyn

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