Zuschüsse für die Lenneroute

Der Werdohler Bahnhof ist ein wichtiger Einstiegspunkt für die Radler, die die Lenneroute erkunden wollen.

Werdohl -  Der Radweg Lenneroute, der ein Teilprojekt des gesamten Regionale-Projektes Lenneschiene ist, soll nach einem Beschlussvorschlag des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung weiter aufgewertet werden.

Von Friederike Domke

Als Einstiegspunkt in die Route spielen die Bahnhöfe der einzelnen Städte eine besondere Rolle und werden somit als Hauptportale bezeichnet. Hier sollen dem Besucher Grundinformationen über das Sauerland und zur Lenneroute anhand großer Informationstafeln zur Verfügung stehen. Ob Ladestationen für E-Bikes oder ausreichende Abstellmöglichkeiten für Fahrräder: Im Zuge der laufenden Modernisierung des Bahnhofes stehen Werdohl Gestaltungsmöglichkeiten offen. Entlang der Route soll den Radsportlern und Erholungssuchenden ein eigenständiges Informations- und Kennzeichnungssystem zur Verfügung stehen. Dazu werden im Stadtgebiet im Einzelnen zwei große und drei kleine Erkennungszeichen (Marker), ein Wegweiser, zwei Portaltafeln, drei Infotafeln und ein Infoterminal einplant.

Auch die anderen sieben Kommunen, die an dem Projekt der Lenneroute beteiligt sind, sollen mit den neuen, einheitlichen Elementen ausgestattet werden. In Absprache mit der Bezirksregierung Arnsberg sei der Antrag für Landeszuschüsse aus Tourismusmitteln für alle acht Kommunen der Lenneschiene von der Gemeinde Finnentrop gestellt worden.

Aus dem Strategiekonzept Lenneroute geht hervor, dass ein noch zu bewilligender Zuschuss in Höhe von 80 Prozent beantragt wurde. Die Gesamtkosten belaufen sich in Werdohl auf rund 70 000 Euro, die sowohl im Haushaltsjahr 2013 mit 30 Prozent (21 000 Euro) und im darauffolgenden Jahr mit 70 Prozent (49 000 Euro) veranschlagt werden sollen.

Im Rahmen eines Workshops im November vergangenen Jahres entwickelten 30 Studenten der Universität Siegen und Schüler des Cuno-Kollegs Hagen die Marker, Wegweiser und Infotafeln, die in Zukunft den Radweg aufwerten sollen.

Am Aquädukt Ütterlingsen, an der Lenneplatte, am Bahnhof, in der Stadtmitte und am Westpark entstünden in Zukunft mehrfarbige Marker sowie Infotafeln und Portale.

Die Erlebnisräume entlang des Radweges sollen dem Projekt Lenneschiene ein besonderes Profil verleihen. Die zu gestaltenden Projekträume in Werdohl werden voraussichtlich im Westpark und an der Lenne entstehen.

Im Rahmen des Gesamtprojektes Lenneschiene werden darüber hinaus auch Objekte in der Landschaft hervorgehoben. Der Remmelshagen böte mit seiner Höhe von 396 Metern einen hervorragenden Ausblick auf die Stadt Werdohl, so das Strategiekonzept. Die Kosten hierfür wurden auf rund 50 000 Euro veranschlagt, für die ebenfalls eine Bezuschussung in Höhe von 40 000 Euro beantragt wurde. Auch diese Maßnahme solle im Haushaltsjahr 2013 geplant und durchgeführt werden.

Durch den Ausbau versprechen sich die Verantwortlichen, die Lenneroute zu einem bedeutenden, überregional bekannten Flussradweg entwickeln zu können, der sowohl touristisch als auch wirtschaftlich die Region stärke.

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