Zöllner stellt flüchtenden Schwarzarbeiter am Lenneufer

WERDOHL - Am Montag, 13. Mai, hat eine Kontrolleinheit Prävention der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Dortmund eine Autowerkstatt in Werdohl. Nach einem anonymen Hinweis sollte dort ein Arbeitnehmer, der nicht zur Sozialversicherung angemeldet wurde, arbeiten.

Als die in zivil gekleideten Zollbeamten den angetroffenen Personen die Prüfung eröffneten, versuchte ein 35-jähriger Grieche zu fliehen. Er rannte durch die hinteren Räume der Werkstatt und kroch durch ein nur minimal geöffnetes Rolltor ins Freie. Ein nacheilender Beamter tat es ihm gleich und konnte den sichtlich erschöpften Mann schließlich am Ufer der Lenne stellen.

Zurück in der Werkstatt erklärte er den Beamten, dass er zu Besuch in Deutschland sei und seit vier Wochen in dem Betrieb für 40 bis 50 Euro täglich arbeite. Das Geld erhalte er in bar. Der Inhaber der Werkstatt verneinte die Frage der Zöllner, ob der Grieche bei ihm arbeite. Im Laufe des Gesprächs verwickelte er sich jedoch zunehmend in Widersprüche.

Den Arbeitgeber erwartet nun eine Strafanzeige wegen Vorenthaltens von Sozialversicherungsbeiträgen, gegen den Flüchtenden wird wegen der Verletzung der Mitwirkungspflicht ermittelt.

Das Hauptzollamt Dortmund steht auch für den Schutz und die Sicherheit von Bürger und Wirtschaft ein. Eine dieser Schutzfunktionen übernimmt die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS). Kein Unternehmen, das seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ordnungsgemäß beschäftigt, kann mit Schwarzarbeitern konkurrieren.

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