Statistik liegt vor

Zahl der Verkehrsunfälle gestiegen - mehr Senioren verwickelt

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Der Unfall an der Mühlenschlad in Eveking war einer von 590, die sich im vergangenen Jahr in Werdohl ereigneten.

Werdohl - Es gab 2018 mehr Unfälle auf Werdohler Straßen als 2017.  Und: Senioren waren öfter in Unfälle verwickelt, junge Erwachsene dagegen seltener. 

Die Kreispolizeibehörde hat in dieser Woche die Verkehrsunfallstatistik für das vergangene Jahr vorgelegt. Daraus wird ersichtlich, dass die Zahl der Unfälle auf Werdohler Stadtgebiet um 7,9 Prozent auf 590 Unfälle gestiegen ist. 

Im zweiten Jahr in Folge war aber zumindest kein Todesopfer mehr zu beklagen. Auch die Zahl der Unfälle mit schwer verletzten Personen ist gesunken, und zwar von 14 auf acht (- 42,9 Prozent); dabei ist die Zahl der Schwerverletzten von 15 auf acht praktisch halbiert worden. Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Leichtverletzten ist mit 37 gegenüber dem Jahr 2017 (36) praktisch gleich geblieben.

In der Statistik fällt auf, dass häufiger Alkohol im Spiel war, wenn es auf Werdohler Straßen gekracht hat. Bei sechs Unfällen stellte die Polizei fest, dass die Fahrer getrunken hatten. Im Jahr zuvor war das nur bei zwei Unfällen so gewesen. 

Weniger Unfälle mit Kindern 

Zurückgegangen ist nach Angaben der Polizei die Zahl der Kinder, die bei Verkehrsunfällen zu Schaden kamen. Dadurch ist auch die Zahl der verunglückten Kinder gesunken. In Werdohl wurden bei fünf Verkehrsunfällen sieben Kinder verletzt. Ein Schulwegunfall hat sich im vergangenen Jahr überhaupt nicht ereignet. Darüber hinaus hat es laut Polizeistatistik in Werdohl nicht einen Verkehrsunfall gegeben, bei dem ein Jugendlicher (15 bis 17 Jahre) verletzt worden ist. Auch junge Erwachsene (18 bis 24 Jahre) waren in Werdohl seltener in Unfälle verwickelt. Die Polizei spricht von 29 Personen dieser Altersgruppe, die an 24 Unfällen beteiligt waren. 

Mehr Senioren in Unfälle verwickelt

Senioren waren hingegen nach Angaben der Polizei öfter an Verkehrsunfällen beteiligt. In Werdohl ereigneten sich beispielsweise 25 Unfälle, an denen 27 Personen beteiligt waren, die 65 Jahre oder älter waren. Unfallfluchten: 40 Prozent aufgeklärt 

Etwas höher als im Vorjahr war 2018 auch die Zahl der Unfälle mit Beteiligung von Motorradfahrern. Möglicherweise war daran der Sommer mit vielen schönen Tagen zum Motorradfahren schuld. Fünf Mal krachte es in Werdohl mit Beteiligung von Bikern, dabei verletzten sich vier Kradfahrer leicht und einer schwer. 

175 Verursacher geflüchtet

Wer nach einem Unfall das Weite sucht und so versucht, sich vor der Verantwortung zu drücken, hat in Werdohl schlechte Karten. Die Polizei berichtet von 175 Verkehrsunfallfluchten im vergangenen Jahr, was einen deutlichen Anstieg bedeutet. Die Polizei konnte allerdings fast 40 Prozent dieser Fälle aufklären. 

Noch höher ist die Aufklärungsquote bei Unfallfluchten, wenn bei dem Unfall auch Personen zu Schaden gekommen sind. Im Bereich der Polizeiwache Werdohl, wozu bekanntlich auch noch die Stadt Neuenrade gehört, waren das 2018 fünf Fälle, die allesamt aufgeklärt werden konnten.

Fehler beim Abbiegen häufigste Ursache 

In ihrer Jahresbilanz geht die Polizei auch auf die Hauptursachen für die schwereren Unfälle ein. In Werdohl waren das in 21 Fällen (30 Prozent) Fehler beim Abbiegen und Wenden, je 13 Mal (18,6 Prozent) waren überhöhte Geschwindigkeit und Vorfahrtsverletzungen der Grund für Zusammenstöße.

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