Werdohler Wirtschaftsgespräche fortgesetzt

+
Bürgermeisterin Silvia Voßloh und Fachbereichsleiter Bernd Mitschke in seiner Eigenschaft als Wirtschaftsförderer besuchten jetzt den Werdohler Unternehmer Ulrich Remmel, um die Reihe der Wirtschaftsgespräche fortzusetzen.

Werdohl - Mit einem Besuch bei dem umtriebigen und explizit christlich eingestellten Unternehmer Ulrich Remmel hat die Verwaltung unter Bürgermeisterin Silvia Voßloh die Reihe der Werdohler Wirtschaftsgespräche fortgesetzt.

Mit dem Kaufmann Remmel, der Geschäftsführer des „Vertriebscenters Zerspanung“ an der Gildestraße ist, fanden Voßloh und Bernd Mitschke als Wirtschaftsförderer der Stadt einen auskunftsbereiten und klar strukturierten Gesprächspartner.

Für Bürgermeisterin Silvia Voßloh war es das erste derartige Gespräch. Für sie sei es wichtig, „sich als Stadt und im Rahmen deren eigener Möglichkeiten anzubieten“. Wirtschaftsgespräche gehören schon seit Zeiten von Jörg Bora und Siegfried Griebsch zur Aufgabenstellung der Verwaltung. Beteiligt war fast immer Bernd Mitschke, der als Fachbereichsleiter auch städtischer Wirtschaftsförderer und zum Beispiel auch Geschäftsführer der Gewerbepark Rosmart GmbH ist. Die Wirtschaftsgespräche gehören zur klassischen Bestandspflege der in Werdohl ansässigen Unternehmen. Geschätzt wird der direkte persönliche Kontakt zwischen Verwaltung und Unternehmen.

Erste Erfahrungen, wie sich aus Kontakten konkrete Dinge ergeben, hat die Bürgermeisterin auch schon erleben können. Aus einer einfachen Spendenübergabe bei der Stadt habe sich entwickelt, dass eine Firma die Zusage zur Beteiligung an der Berufsorientierungsmesse im Riesei gegeben hat.

Bauliche Wirtschaftsförderung sei ohnehin selbstverständlich, sagte Fachbereichsleiter Mitschke. Darüberhinaus arbeite die Stadt eng mit der Marketing-Gesellschaft zusammen, die gemeinsam mit der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer die unregelmäßig stattfindenden Werdohler Wirtschaftsfrühstücke organisiert.

Mit Remmel trafen Voßloh und Mitschke auf einen leidenschaftlichen Netzwerker. Seiner Meinung nach sei der Werdohler Einzelhandel über die Marketing-Gesellschaft bestens vernetzt, bei den Firmen sei das vielleicht noch nicht ganz so der Fall. Mitschke meinte dazu, dass zumindest die Unternehmer einer Branche bestens untereinander bekannt seien. Das konnte Remmel wiederum bestätigten, schließlich ist sein Vertrieb für Zerspanungsmaschinen Partner aller großen Werdohler Firmen, die diese Maschinen benötigen.

Ulrich Remmel wies darauf hin, dass sein Unternehmen auf das selbst entwickelte Tripple-System bei der Ausbildung setze. Die zukünftigen Verkäufer für Maschinen und Werkzeuge durchlaufen bei Remmel neben der eigentlichen Ausbildung im Betrieb und der Berufsschule auch noch eine technische Zusatzausbildung in Form von Praktika. Im dritten Lehrjahr würden die Auszubildenden schon als „Junior-Verkäufer“ mit den Kunden in Kontakt gebracht – mit sehr großem Erfolg.

Bei der Suche nach geeigneten Auszubildenden sei allerdings viel Geduld nötig. In 2012 sollten eigentlich zwei Azubis eingestellt werden, was aber aufgrund der „Nicht-Eignung“ von mehr als 40 Bewerbern nicht gelang. „Bildung und Persönlichkeit fehlen oft“, so Remmel. Und weiter: „Da kommt gesellschaftlich auf uns was zu, mit dem wir noch viel Arbeit haben werden.“ Letztlich konnte nur eine Lehrstelle besetzt werden. Ende 2014 „suchen wir wieder“, so Remmel.

Als engagierter Christ und ehrenamtlicher Geschäftsführer der landeskirchlichen Gemeinschaft im Sauerland sei es ihm auch persönlich wichtig, den jungen Leuten zu vermitteln, dass sie ihr Leben selber in die Hand nehmen und gestalten sollten.

Von Volker Heyn

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare