Unfallstatistik: Weniger Kinder verletzt

WERDOHL - Kinder waren im vergangenen Jahr in Werdohl und Neuenrade weitaus seltener in Verkehrsunfälle verwickelt als 2012 – dafür hat aber die Zahl der Unfälle zugenommen, an denen Jugendliche und junge Erwachsene beteiligt waren. Das geht aus der Unfallstatistik der Polizei hervor, die am Montag in Lüdenscheid vorgestellt wurde.

Zehn Kinder sind 2013 auf den Straßen in Werdohl und Neuenrade zu Schaden gekommen (2012: 19), berichten Dietmar Boronowski, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde im Märkischen Kreis, und Thomas Voit, Leiter der Polizeiwache Werdohl, von einer besonders erfreulichen Entwicklung und einem Rückgang um 47,37 Prozent. Keine Veränderung gab es bei den Schulwegunfällen: Wie schon 2012 waren auch im vergangenen Jahr zwei Kinder betroffen.

Sorgen bereiten der Polizei dagegen die Jugendlichen und die jungen Erwachsenen: Waren 2012 noch vier Jugendliche in Verkehrsunfälle verwickelt, stieg deren Zahl im vergangenen Jahr auf zehn an. „Das bedeutete eine Zunahme von 150 Prozent“, rechneten Boronowski und Voit vor.

Auch bezüglich der Gruppe der jungen Erwachsenen konnten die Polizeibeamten keine guten Nachrichten verkünden. Verunglückten 2012 noch 23 Personen aus dieser Gruppe, stieg die Zahl der Betroffenen 2013 auf 36 (plus 56,62 Prozent) an. Jeweils 18 junge Erwachsene kamen in Werdohl (2012: 13) und in Neuenrade (2012: zehn) zu Schaden. In Werdohl wurden sechs Menschen aus dieser Gruppe schwer (2012: drei) und elf leicht verletzt (2012: zehn). In Neuenrade wurden fünf schwer (2012: sechs) und 13 leicht verletzt (2012: vier).

Von einer Zunahme berichteten Voit und Boronowski auch im Bereich der Unfallfluchten: 2013 ereigneten sich in Werdohl und Neuenrade 223 Unfälle nach denen die Verursacher verschwanden ohne sich um eine Schadensregulierung zu kümmern. Dabei wurden acht Menschen verletzt. - cwi

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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