„Weihnachten im Schuhkarton“ hat begonnen

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Evelyn Hölscher (links) ist froh, das Team der Stadtapotheke für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ gewonnen zu haben.

Werdohl -  „Ich finde es ist eine tolle Idee“, sagt Ursula Fay, Inhaberin der Werdohler Stadtapotheke. Die Rede ist von der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“. Zum bereits siebten Mal beteiligt sich Fay an der Aktion, nimmt die gepackten Kartons entgegen und sammelt sie im Keller bis zur Abholung.

Ab sofort können Schuhkartons in der Stadtapotheke abgegeben werden. „Sie sollten möglichst bunt eingepackt sein“, sagt Fay. Aber auch der Inhalt muss stimmen. So werden die Pakete an den Landesgrenzen kontrolliert. „Zerpflückt werden sie aber nicht“, versichert Evelyn Hölscher, Koordinatorin für Werdohl und Neuenrade. Die Päckchen sind unter anderem für Kinder in Weißrussland, Rumänien und Moldavien bestimmt. „Es geht in Länder, in denen es kühl ist. Deshalb sind warme Sachen wie Handschuh, Mütze, Schal und Pullover sinnvoll“, erklärt Hölscher.

Wünschenswert sei, wenn die Päckchen eine Mischung aus Kleidung, Süßigkeiten, Kuscheltieren und Spielzeug sowie Hygieneartikeln sind. Aber auch über besondere Geschenke wie Malbücher, eine Mundharmonika, Blöckflöte oder Dynamotaschenlampe und Haarschmuck freuten sich die Kinder.

Gebrauchte Gegenstände, angsteinflößende Dinge wie Kriegsspielzeug, Flüssigkeiten, Schokolade mit stückiger Füllung wie Nüsse und Gelierstoffe wie Gummibärchen oder Kaubonbons, sowie Literatur, Medikamente und Vitaminbrausetabletten gehörten hingegen nicht in die Geschenke. Aufgrund der Zollbestimmungen sind diese Dinge nicht erlaubt.

Um die Kartons richtig zuordnen zu können, müssten sich die Spender entscheiden, ob ihr Paket für einen Jungen oder ein Mädchen sein soll. Auch das Alter sollte berücksichtigt werden. Zum Kennzeichnen der Päckchen gibt es Aufkleber. Diese befinden sich in einem Flyer, der in allen Apotheken, in der Bücherei, im WK, bei Ernsting’s Family und im Schuhgeschäft Brockhaus ausliegt. Darin finden sich alle Information rund um die Aktion.

Das Schuhgeschäft Brockhaus stellt auch in diesem Jahr wieder Kartons zur Verfügung. „Sonst werden sie kaputt gemacht, jetzt sammeln wir sie für die Aktion“, sagt Mitarbeiterin Karin Ebel. Von Anfang an sei das Schuhgeschäft dabei. „Wir haben auch schon selbst einige Kartons gepackt“, berichtet Ebel. Die Kartons hätten unterschiedliche Größen. Besonders beliebt seien die, die groß genug für einen Zeichenblock sind.

Ursula Fay ist gespannt, wie viele Päckchen in diesem Jahr zusammen kommen. In den vergangenen Jahren seien es meist um die 100 gewesen. Bis zum 15. November, 13 Uhr, können die Spender ihre Pakete in der Stadtapotheke abgeben. Evelyn Hölscher ist sehr froh, in Ursula Fay eine Partnerin für die Geschenk-Aktion gefunden zu haben. Im Internet unter www.weihnachten-im-Schuhkarton.org könnte die Verteilung verfolgt werden. „Es ist alles sehr transparent“, sagt Hölscher.

Von Jana Peuckert

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