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Kinder-Streit im MK: Schüsse aus Softair-Waffe und gezücktes Messer

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Von: Volker Griese

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Im Bereich des Busenhofes ist es auf der Bahnhofstraße am Samstag zu einer Auseinandersetzung zwischen Kindern gekommen, in deren Verlauf einer der Beteiligten ein Messer gezückt haben soll.
Im Bereich des Busenhofes ist es auf der Bahnhofstraße am Samstag zu einer Auseinandersetzung zwischen Kindern gekommen, in deren Verlauf einer der Beteiligten ein Messer gezückt haben soll. © Volker Griese

Die Täter sind möglicherweise selbst noch Kinder. Sie sollen am Samstagnachmittag in der Werdohler Fußgängerzone andere Kinder mit Waffen bedroht haben. Jetzt ermittelt die Polizei.

Werdohl – Etwa zehn Kinder im Alter von elf bis 13 Jahren haben sich nach Angaben der Polizei am späten Samstagnachmittag (14. August) im Bereich der Bahnhofstraße an der Ecke zur Derwentsider Straße aufgehalten. Kurz vor 17 Uhr soll es dort zu einer Auseinandersetzung mit zwei etwas älteren Jungs gekommen sein.

Einer habe mit einer Softair-Pistole in Richtung der anderen Kinder geschossen, beschrieb die Polizei am Montag, was sich nach bisherigen Ermittlungsergebnissen im Bereich des Busenhofes abgespielt haben soll. Als die Kinder gegen diesen Beschuss protestiert hätten, habe der Junge, der zuvor geschossen habe, ein Taschenmesser gezogen und den Kindern gedroht sie „abzustechen“. Er und sein Begleiter hätten die Kinder zudem als „Hurensöhne“ tituliert.

Kinder-Streit in Werdohl: Schüsse aus Softair-Waffe und gezücktes Messer

Zu einer tätlichen Auseinandersetzung mit Einsatz des Messers ist es dann zum Glück aber nicht gekommen. Kurz darauf seien die beiden Älteren in Richtung Bahnhof verschwunden und mit einem Bus in Richtung Neuenrade davongefahren, berichtete die Polizei.

„Gegen die beiden Tatverdächtigen, die in Neuenrade wohnen sollen, wird nun wegen Bedrohung und Beleidigung ermittelt“, berichtete Polizei-Pressesprecher Marcel Dilling am Montag. Der Hauptverdächtige soll etwa 13 bis 14 Jahre alt und von stabiler Statur sein. Er habe eine schwarze Kappe getragen und sei auch komplett schwarz mit Hose und T-Shirt gekleidet gewesen. Er habe eine schwarze Umhängetasche der Marke Fila bei sich getragen, berichtete die Polizei.

Polizei sucht zwei Jugendliche

Sein Begleiter sei vermutlich 14 bis 15 Jahre alt, etwa 1,68 Meter groß und von schmaler Statur. Er habe leicht gelockte, schwarze Haare. Er sei mit einem weißen Oberteil und schwarzer Hose bekleidet gewesen. Hinweise auf die Identität der beiden Beschuldigten nimmt die Polizei in Werdohl (Tel. 02392/93990) entgegen.

Drakonische Strafen drohen den beiden Tatverdächtigen, sollten sie ermittelt werden können, wohl nicht. Vor Vollendung des 14. Lebensjahres gilt man in Deutschland noch als Kind und strafunmündig. Für 14- bis 17-jährige Täter ist das Jugendgerichtsgesetz anwendbar, das der Erziehung den Vorrang vor der Verhängung von Strafe einräumt.

Ein Mann machte am Wochenende einer 17-Jährigen in der Iserlohner Innenstadt ein zwielichtiges „Angebot“. Als sie ablehnte, trat er brutal zu. Jetzt sucht ihn die Polizei. 

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