Verkehrstechnik-Konzern mit Stammsitz in Werdohl

Vossloh AG will 200 Stellen abbauen - Auswirkungen auf den MK noch unklar

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Die Vossloh AG mit Stammsitz in Werdohl.

Werdohl - Die Vossloh AG will insgesamt 200 Stellen abbauen. Das hat der Verkehrstechnik-Konzern mit Stammsitz in Werdohl bekanntgegeben. Ob Werdohler um ihren Arbeitsplatz bangen müssen, ist noch unklar.

Der Verkehrstechnikkonzern Vossloh mit Stammsitz in Werdohl hat am Dienstag seine wesentlichen Eckpunkte eines Maßnahmenprogramms  bekanntgegeben, mit dem die Profitabilität des Unternehmens gesteigert und Schulden abgebaut werden sollen.

Kernpunkt: Ein Stellenabbau von fünf Prozent der insgesamt 3773 Mitarbeiter weltweit. Somit müssen rund 200 Angestellte um ihren Job bangen. Wo diese Stellen gestrichen werden sollen, sei noch unklar, sagte ein Unternehmenssprecher auf Nachfrage. "Diesbezüglich gibt es noch keine konkrete Entscheidung. Das wird sich in weiteren Gesprächen noch zeigen." Ebenso, ob auch der Stammsitz in Werdohl vom Stellenabbau betroffen ist.

Klar ist bislang nur: "Erforderliche Entscheidungen werden in 2019 getroffen, resultierende Maßnahmen im Wesentlichen in 2019 umgesetzt", teilt die Vossloh AG mit.

Unprofitables überprüfen

Auch weitere  "unprofitable Aktivitäten" sollen überprüft werden. Vossloh hatte bereits 2018 dank geringerer Verluste in den bereits verkauften oder zum Verkauf stehenden Sparten wieder schwarze Zahlen geschrieben. Unter dem Strich lag der Gewinn im vergangenen Jahr bei gut 18 Millionen Euro, wie das im SDax notierte Unternehmen  im März mitteilte. 2017 hatte es noch einen Verlust von acht Millionen Euro gemacht.

Im Tagesgeschäft lief es indes weniger rund. Vossloh kämpfte projektbedingt vor allem mit einem schwächeren Geschäft mit Schienenbefestigungssystemen auf dem chinesischen Markt. Die Erlöse gingen um knapp sechs Prozent auf 865 Millionen Euro zurück.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank um mehr als ein Fünftel auf 54,2 Millionen Euro.  

Herausforderndes Marktumfeld in den USA 

Im US-amerikanischen Raum und in einigen anderen Regionen bleibe das Marktumfeld jedoch weiter herausfordernd, räumte Konzernchef Andreas Busemann ein. Auch beim ursprünglich für 2018 geplanten Verkauf des Lokomotivgeschäfts kam der Konzern nicht so voran wie erhofft. Die Sparte ist das letzte Geschäftsfeld des Bereichs Transportation beim Werdohler Unternehmen, das noch nicht verkauft ist.

Mit Material von dpa

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