Werdohl bei Veranstaltung zur Leader-Bewerbung

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Bürgermeisterin Silvia Voßloh (2.v.r.) fasste gemeinsam mit Amtskollegen und -kolleginnen bei der Leader-Präsentation in Finnentrop-Ostentrop symbolisch ins Rad.

Werdohl - Nach dem städteübergreifenden Förderprojekt Regionale 2013 in Nordrhein-Westfalen folgt jetzt das europaweit ausgeschriebene Leader-Projekt. Die Städte, die sich bei der Regionale schon als „LenneSchiene“ zusammengetan haben, trafen sich am Mittwoch in Finnentrop, um den Antrag auf die Aufnahme ins Förderprogramm öffentlich vorzustellen.

Werdohl war am Mittwoch im Saal Melcher in Finnentrop-Ostentrop im Reigen der Lenne-Anrainer Iserlohn, Nachrodt, Altena, Plettenberg und Finnentrop mit Bürgermeisterin Silvia Voßloh, Stadtplaner Stefan Groß sowie dem ehemaligen Bürgermeister Griebsch, Manfred Hoh und Peter Lux vom Tourismus-Arbeitskreis und dem freischaffenden Künstler Thomas Volkmann vertreten.

Nach kurzen Statements der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister übernahmen Bernd Wecker vom Büro Bioline und Manfred Hupfer von der WGF Landschaft Nürnberg die Moderation des Abends. Rund 70 Gäste – neben den Vertretern der Städte und Gemeinden auch einige Gäste – waren in den Saal in Ostentrop gekommen. Der Saal Melcher war deshalb ausgewählt worden, weil die dortigen Aktivisten den Saal als bürgerliches Gemeinschaftsprojekt übernehmen wollen und ihr Projekt am Mittwoch vorstellten. Der Heimatverein Evingsen aus dem benachbarten Altena stellte dort ebenfalls ein eigenes Projekt vor, dort soll eine Drahtrollenroute eingerichtet werden.

Stadtplaner Stefan Groß berichtete, dass insgesamt 80 Projektideen eingegangen seien, die letzte noch am Tag vor der Präsentation. Groß: „Das zeigt sehr schön, dass das Projekt viele Bürger mitgenommen hat.“ Vier Projektgruppen gibt es: gut vorbereitete und so gut wie fertig finanzierte Starterprojekte, Leuchtturmprojekte mit besonderer Strahlkraft, miteinander verbundene und vernetzte kleinere Projekte sowie Kooperationsprojekte mit anderen Leader-Regionen.

Werdohl ist mit vier Projektideen vertreten. Es könnte einen Kunstwettbewerb „LenneArt“ geben, der sich weitläufig mit dem Thema Lenne beschäftigt. Die Wohnungsgesellschaft will das Projekt „demographiefeste und klimafreundliche Siedlung Ütterlingsen“ angehen. Der Arbeitskreis Tourismus, die Stadt und die Marketing-Gesellschaft wollen eine Art Service-Mobil für die Kletterfelsen entlang der Lenne anschaffen. Die Marketing-Gesellschaft will eine Sharing-Community im Sinne einer Ehrenamtsbörse etablieren.

Der Antrag auf Anerkennung als Leader-Region wird in der kommenden Woche beim Ministerium in Düsseldorf abgegeben. Etwa 50 Bewerbungen um 24 Regionen gibt es. Ein Entscheid sei erst nach den Sommerferien zu erwarten, schätzt Stadtplaner Groß.

Von Volker Heyn

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