Jahn-Turner wollen Nachwuchsarbeit intensivieren

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Abteilungsleiter Rudolf Völker (3. von rechts) und Hauptvereinsvorsitzender Richard Müller-Schlotmann (3. von links) gratulierten den wiedergewählten Gerd Schoene (Spielwart), Reinhard Höller (Kassenprüfer), Rosi Müller (Frauenturnwartin) und Jürgen Rösner (Fachwart Tanzen, von links).

Werdohl - „Noch sind nicht alle Umzüge erfolgt“, berichtete Rudolf Völker, Vorsitzender der Tus-Jahn-Turnabteilung zu Beginn der Jahreshauptversammlung am Donnerstagabend im Haus Werdohl über den Wegfall der Jahnturnhalle und die daraus folgenden Konsequenzen.

Die Schließung sei für den Verein im Herbst 2016 „sehr überraschend“ gekommen. Mit Hilfe der Stadt sei es aber unterdessen gelungen, einen Teil der Turnabteilungs-Gruppen in die Ütterlingser Turnhalle, die Köstersberghalle sowie in das Jugendzentrum umzusiedeln. Zu den noch bevorstehenden Umzügen sagte Völker: „Die Aktion soll bis Ostern erledigt sein.“

Dann erklärte der Abteilungsvorsitzende mit Bedauern, dass die Turner im Tus Jahn erneut Mitglieder verloren hätten: Hätten vor zwölf Monaten noch 402 Werdohler Turner ihre Beiträge entrichtet, seien es nunmehr nur noch 399.

Ein Grund dafür sei, dass sie Abteilung seit längerem kein Kinderturnern mehr anbiete. Er forderte die Übungsleiter der Abteilung auf, schnellsten Abhilfe zu schaffen, „denn ohne Kinder- und Jugendarbeit wird uns demnächst der Nachwuchs in jeder Hinsicht fehlen“.

In seinem Jahresbericht hob Völker zunächst die fünf Frauengruppen hervor, die an unterschiedlichen Wochentagen Gymnastik, Aerobik, Fitness mit Musik und Step-Aerobik anböten – und zwar „mit großer Freude in sehr vollen Hallen“.

Anders sehe es bei der Männerturngruppe aus. Diese habe Probleme, weil sie „jüngere Männer“ benötige, um den Trainingsbetrieb weiter aufrecht zu erhalten. Die Tanzgruppe Rot-Weiß hingegen, die zur Turnabteilung gehört, sei nach wie vor „sehr gut besucht“.

Anders sehe das im Bereich Prellball aus. Die daran Interessierten träfen sich in der Köstersberghalle und seien, wenn sie vollzählig seien, gerade einmal noch zu siebt. Dringend notwendig sei dort also der Zugang weiterer Mitspieler, mahnte Völker. Diesen erhalte die Koronarsportgruppe direkt aus den Reha-Kliniken. Die Herzsport-Gruppe sei stets „sehr stark“ und arbeite überaus erfolgreich, lobte der Abteilungsvorsitzende.

Dann trug Rudi Adler den Kassenbericht vor. Der Kassenwart bilanzierte ein kleines Finanzplus der Abteilung. Der Vorstand wurde folglich einstimmig von den 14 Anwesenden entlastet. Übrigens: Vor einem Jahr waren zur Jahreshauptversammlung der Abteilung noch 34 Turner erschienen.

Bei den Wahlen trat der bisherige Männerturnwart Franz Holland aus gesundheitlichen Gründen nicht für eine weitere Amtsperiode an. Der Posten blieb vakant, aus Reihen der Anwesenden konnte kein Nachfolger bestimmt werden. Die nicht anwesenden Ulrike Schiller (Frauenwartin) und Jürgen Harpain (2. Kassenwart) hatten zuvor ihre Bereitschaft erklärt, eine etwaige Wiederwahl anzunehmen. Beide wurden einstimmig in ihren jeweiligen Ämtern bestätigt.

Ebenso reibungslos verlief die Wiederwahl der anwesenden Amtsinhaber: Rosi Müller bleibt demnach Frauenturnwartin, Gerd Schoene ist auch zukünftig 1. Spielwart und Jürgen Rösner fungiert auch die nächsten zwei Jahre als Fachwart Tanzen.

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