Noch kein Kandidat für das Bürgermeisteramt

Am 25. Mai muss der Nachfolger von Siegfried Griebsch gefunden werden.

WERDOHL - Am 25. Mai steht die Wahl des Bürgermeisters an. Die Vorschläge für die Wahl müssen bis spätestens 7. April, 18 Uhr, beim Wahlleiter eingereicht werden. Einen Kandidaten gibt es bislang in Werdohl jedoch nicht. Der bisherige Bürgermeister Siegfried Griebsch will sich nicht wieder zur Wahl stellen – ein Nachfolger muss gefunden werden.

Offenbar keine leichte Aufgabe, denn bislang hat noch keine Partei einen Kandidaten gefunden. „Ich gehe davon aus, dass die WBG keinen Kandidaten aufstellt“, erklärt Willibald Mertens, Fraktionsvorsitzender der WBG. Die WGB hätte sich zunächst um Kandidaten für die Wahlkreise gekümmert und sich nicht in erster Linie mit der Bürgermeister-Wahl beschäftigt.

Auch die SPD kann bislang keinen Kandidaten vorweisen. „Der Beruf des Bürgermeisters ist nicht mehr so begehrt wie früher. Es ist schwierig, Menschen zu finden, die das tun wollen“, sagt Parteivorsitzender Andreas Späinghaus. Eine Rolle spiele dabei der finanzielle Aspekt. Viele Städte und Kommunen unterlägen einem Sparzwang, Werdohl habe sich freiwillig für den Stärkungspakt entschieden. Zudem könne der Bürgermeister immer weniger entscheiden, sondern verwalte vieles nur noch. „Das macht den Beruf uninteressant. Wir können derzeit noch keinen Kandidaten präsentieren, aber wir arbeiten dran“, sagt Späinghaus.

Ähnlich ist auch die Situation bei der CDU. Auch dort gibt er noch keinen Kandidaten. „Wir sind weiterhin in Gesprächen“, erklärt Silvia Voßloh, Parteivorsitzende der CDU. Gerade für Berufstätige sei das Amt des Bürgermeisters mit einem Risiko verbunden. Deshalb würden viele überlegen, wie ihre berufliche Perspektive sei. „Die Zeit drängt natürlich“, sagt Voßloh. Deshalb soll es in der kommenden Woche ein weiteres Treffen mit Gesprächen zur Bürgermeister-Wahl geben. - von Jana Peuckert

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