Dem DRK Werdohl sterben die Fördermitglieder weg

Gerd Teekenbörg

WERDOHL ▪ Rund 1 500 Euro der Ausgaben musste das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Werdohl im vergangenen Jahr aus den Rücklagen bestreiten, wie der Vorsitzende Gerd Teekenbörg gestern auf Anfrage unserer Zeitung berichtete. Verwendet wurde das Geld unter anderem zur Anschaffung von medizinischem Gerät für den Rettungswagen sowie für Mietaufwendungen, um die Fahrzeuge einzustellen.

„Uns sterben die Fördermitglieder weg, die uns finanziell mit ihren Beiträgen unterstützen“, erklärte Teekenbörg die strukturelle Problematik in seiner Organisation. Vor drei bis vier Jahren zählte das Deutsche Rote Kreuz Werdohl noch fast 900 Gönner, mittlerweile seien es nur noch 650.

Bei den Fördermitgliedern handele es sich um Personen, die die Arbeit der Organisation finanziell unterstützen. Ob sie früher selbst beim DRK aktiv waren, oder einfach nur von der Arbeit der Ehrenamtlichen in Werdohl überzeugt seien, spiele dabei keine Rolle, wie Teekenbörg erklärte.

„Wer Fördermitglied bei uns werden will, kann selbst bestimmen, wie hoch sein finanzieller Beitrag sein soll. Zudem könne die Mitgliedschaft jederzeit ohne die Abgabe von Gründen und ohne eine Frist gekündigt werden, sagt der Vorsitzende.

Mit den Geldern werde die Blutspendearbeit unterstützt. Zudem helfe das DRK dem Rettungsdienst und der Feuerwehr bei ihrer Arbeit. „Alles das, was wir mit dem Geld der Fördermitglieder tun, bleibt in Werdohl und kommt den Bürgern vor Ort zu Gute, beispielsweise bei Großveranstaltungen“, so wirbt Teekenbörg.

Um neue Unterstützer zu gewinnen, plant das DRK, ab kommenden Montag Werber mit einem Flyer in der Hand von Haus zu Haus zu schicken. „Diese werden bei den Werdohlern klingeln und Informationsmaterial überreichen“, erklärt der Vorsitzende. Weitere Aktionen, um neue Fördermitglieder zu akquirieren, seinen derzeit nicht geplant. Etwas Erfreuliches hatte Teekenbörg dann auch noch zu berichten: „Wir haben kein Problem, junge Leute für die Arbeit bei uns zu begeistern“.

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