Regelmäßiges Defizit

CDU stellt Bahnhof-Stiftung infrage

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Werdohl - Die CDU-Fraktion hat in einem Antrag an den Rat angeregt, über ein alternatives Finanzierungsmodell für den Bahnhof nachzudenken. Seit rund elf Jahren wird der dauerhafte Erhalt des für 2,9 Millionen Euro renovierten denkmalgeschützten Bahnhof durch eine gemeinnützige Stiftung gewährleistet.

Der Betrieb des Werdohler Bahnhofsgebäudes durch die Stiftung ist allerdings defizitär. 2020 muss die Stiftung voraussichtlich knapp 10 000 Euro zuschießen, in den Folgejahren wächst der Fehlbedarf sogar auf mehr als 23 000 Euro jährlich an. Der Grund dafür liegt im hohen Anteil der nichtgewerblichen Nutzung des Gebäudes unter anderem durch das Stadtarchiv, das Stadtmuseum und das Kleine Kulturforum.

Nennenswerte Mieteinnahmen bringen nur die Wohnungsgesellschaft und die Bäckerei Grote, die seit März beziehungsweise April 2013 Ankermieter in dem Objekt sind. Auch die Konstruktion der Stiftung verursacht nach Darstellung der CDU Kosten.

Einstimmigkeit im Rat

Die Unionsfraktion hat deshalb beantragt, zu prüfen, ob und gegebenenfalls wie und wann auf die Stiftung zum Betrieb des Bahnhofs verzichtet werden kann.

„Wir sind der Meinung, dass Kostensenkungspotenziale ausgenutzt werden sollten, falls dies möglich und zulässig ist“, heißt es in dem Antrag. Langfristig sei es anzustreben, dass die im Bereich der gewerblich genutzten (vermieteten) Teile des Bahnhofsgebäudes ausreichend Mittel erwirtschaften, um die defizitären nichtgewerblichen Nutzungen kompensieren zu können, führt die CDU weiter aus.

Der CDU-Antrag fand in der letzten Ratssitzung viel Anklang. Einstimmig beauftragte der Rat die Verwaltung entsprechende Optionen für einen möglichst kostendeckenden Betrieb des Bahnhofsgebäudes zu prüfen. Der Hauptausschuss wird sich demnächst sicherlich noch mit dem Thema befassen.

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