Stadtparkkonzert des Shantychores

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Bei anderen Chören geht es um Wein, Weib und Gesang. Der Werdohler Shantychor hält sich an Rum, Whiskey und der rauen See.

Werdohl - Stolze 384 Euro kamen zusammen, als während des Stadtparkkonzertes des Shantychores am Samstagnachmittag für den Enkel von Brigitte Spelsberg gesammelt wurde. Der 20-Jährige hatte sich auf dem Schützenfest in Volkringhausen schwer verletzt.

Sieglinde Mycer vom Sozialverband Deutschland hatte vor dem Konzert zur Spendensammlung aufgerufen. Chorleiter Karl Neuhaus entschied spontan: „Der Chor gibt seine heutige Gage dazu. Und vielleicht legen wir darüber hinaus auch noch etwas drauf.“

Das mehr als einstündige und vom Kulturverein Werdohl heute organisierte Konzert auf dem Alfred-Colsman-Platz hatte Chormitglied Gerd Sonneborn, der den Nachmittag moderierte, eingeleitet mit den Worten: „Wir singen von Schiffen, Matrosen, Palmen und fernen Ländern.“ Dazu erklärte er, dass Shantys, die dem Chor den Namen gaben, tatsächlich den kleinsten Teil des Programms ausmachten: „Das sind nämlich nur die Lieder der Arbeiter auf dem Schiff, die sie während ihrer Arbeit sangen.“

Zu hören gab es stattdessen vornehmlich Seemannslieder, Schlager und maritime Gesänge. „Es trinken die Matrosen von allen Spirituosen am liebsten Rum aus Jamaica“, sangen die Männer etwa – und das Publikum ging schunkelnd und beschwingt klatschend mit. Die Stuhlreihen vor der Bühne waren voll besetzt. Und zudem standen noch einige Zuhörer um den Colsman-Platz herum.

Mit zwei Schifferklavieren und einer Gitarre begleiteten sich die Sänger selbst. Auch „Karamba, Karacho, ein Whiskey“ von Heino brachten sie so zu Gehör. Auch ein paar von Gerd Sonneborn selbst getexteten Lobzeilen auf Werdohl intonierte der Shantychor.

Der nächste Auftritt des Shantychores ist am Sonntag, 17. August, zwischen 11 und 12.30 Uhr auf dem Goethespielplatz im Rahmen der kreisweiten Radtour Lenne lebt.

Von Michael Koll

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