Lennetaler Sportfischer feiern 40-jähriges Bestehen

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Gemeinsam mit Partnern, Freunden, Verwandten, Kindern und Hund feierten die ASV-Mitglieder am Samstag am Vereinsheim an der Straße Am Heideberg das Sommerfest.

Werdohl -  Gleich zwei außergewöhnliche Gründe zum Feiern hatten die Mitglieder vom ASV Lennetaler Sportfischer am Samstagnachmittag bei ihrem Sommerfest: Der Verein besteht seit mittlerweile 40 Jahren und seit einem Vierteljahrhundert ist Peter Jünschke ihr Vorsitzender.

21 Mitglieder hat der am 17. März 1974 gegründete Verein aktuell. 15 davon gehören zu den Aktiven. Vorsitzender Jünschke erklärt: „Wir wollen auch gar nicht mehr werden. Wir sind bewusst eine kleine Truppe. Das ist schön so. Wir sind wie eine große Familie.“ Die Zahl der Aktiven habe in den vergangenen vier Jahrzehnten stets bei rund 15 gelegen.

Der vor rund drei Jahren verstorbene Wilhelm Ernst habe den ASV im März 1974 gegründet. Ernst war auch der erste Vorsitzende des Vereins. Von 1980 an leitete Brigitte Jünschke die Geschicke des Angelsportvereins. Seit dem 25. März 1989 ist ihr Mann Peter der dritte Vorsitzende in der Vereinsgeschichte.

Dieser blickte zurück: „Am Anfang angelten die Mitglieder an den Teichen auf dem Baukloh. Diese sind heute Aufzuchtbecken des Vereins Petri Heil.“ Die ASV-Angler gehen heute zumeist an der Lenne auf Fischfang.

Im Werdohler Fluss seien hauptsächlich Forellen zuhause. Aber auch Brassen (eigentlich: Brachsen), Äschen, Hechte und Karpfen seien dort anzufinden. Jünschke bedauert jedoch: „Durch die Kormoranplage ist die Äsche nahezu komplett verschwunden.“ Insgesamt sei der Fischbestand in der Lenne um „mindestens 60 Prozent“ zusammengeschrumpft.

Der Vereinsvorsitzende weiß: „Die beste Zeit, um in Werdohl zu angeln, ist am frühen Morgen, wenn die Sonne gerade erst aufgeht.“ Auch bei einbrechender Dunkelheit am frühen Abend sei es sinnvoll, den Angelhaken auszuwerfen. Besondere Köder brauche der sauerländer Sportfischer dafür indes nicht.

Das erste Vereinsheim war auf Gut Bockeloh. Seit rund sechs Jahren befindet sich das aktuelle Domizil an der Straße Am Heideberg. Dort wurde am Samstag auch das Sommerfest begangen. Gut 35 Vereinsmitglieder, Freunde und Verwandte hatten sich dort eingefunden.

Zunächst wurde bei einem Kaffeetrinken, bei dem es auch Kaltgetränke gab, der Tag eingeläutet. „Später wollen wir noch grillen“, erklärte Jünschke. Vereinsmitglieder hatten eigens dafür selbstgemachte Salate mitgebracht.

Der ASV ist einer von acht Vereinen in der Interessengemeinschaft Lennetaler Sportfischer – „der kleinste“, wie Jünschke betont. „Bis vor zwei Jahren hatten wir auch eine eigene Jugendgruppe“, ergänzt der Vereinsvorsitzende.

Gemeinsam mit den anderen Vereinen beteiligen sich die ASV-Mitglieder auch immer wieder an den Lennereinigungen. Die Jagd nach sportlichen Erfolgen steht für sie aber nicht im Vordergrund: „Uns ist die Geselligkeit wichtiger“, erklärt der Vorsitzende.

„Und so haben wir in den 40 Jahren auch immer wieder dreitägige Ausflüge gemacht.“ Kiel, die schleswig-holsteinische Eulenspiegelstadt Mölln und Jemgum im niedersächsischen Landkreis Leer (Ostfriesland) waren etwa Ziele dieser Touren.

Von Michael Koll

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