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Stadt im MK seit Wochen ein Corona-Hotspot: Ordnungsamt ist ratlos

Werdohl ist seit Wochen einer der Corona-Hotsports im MK, immer wieder werden neue Infektionen nachgewiesen.
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Werdohl ist seit Wochen einer der Corona-Hotsports im MK, immer wieder werden neue Infektionen nachgewiesen.

Zum Ende der vergangenen Woche war Werdohl mit einem Inzidenzwert von 233,3 der absolute Corona-Hotspot im Märkischen Kreis. Der Wert dürfte über das Wochenende durch weitere nachgewiesene Infektionen noch einmal gestiegen sein.

Und auch wenn das Kreisgesundheitsamt am Dienstag wieder gesunkene Infiziertenzahlen gemeldet hat, bleibt es vorerst dabei, dass Werdohl zu den Städten mit den höchsten Inzidenzen in der Region gehört.

70 Infizierte hatte das Kreisgesundheitsamt am Montag für Werdohl gemeldet. Innerhalb von 24 Stunden ist die Zahl dann auf 47 gesunken. Zurückzuführen ist das nach Darstellung von Ursula Erkens, Pressesprecherin des Märkischen Kreises, wohl in erster Linie auf das Infektionsgeschehen im Seniorenzentrum Haus Versetal. Etwa 16 nicht mehr Infizierte seien dort im Laufe des Montags aus der Statistik gefallen. Außerdem seien mehrere gesundete Familien zu verzeichnen gewesen. Das erklärt zumindest den Rückgang der Infiziertenzahlen um 23 innerhalb eines Tages.

Ordnungsamt kann keine Infektionsherde feststellen

Doch wie kommt es, dass die Zahl der Infizierten in Werdohl seit mindestens Anfang Januar kontinuierlich hoch ist? An den meisten Tagen des ersten Monats im neuen Jahr meldete das Gesundheitsamt mehr als 40 positiv Getestete, über den Monatswechsel waren es sogar 70. „Wir können keine Infektionsherde feststellen“, sagte Ordnungsamtsleiterin Andrea Mentzel und klang dabei auch schon ein wenig verzweifelt. Natürlich habe der Corona-Ausbruch im Seniorenzenrtum Haus Versetal vor gut einer Woche die Zahlen noch einmal in die Höhe getrieben.

Aber darüber hinaus sei nicht festzustellen, woher die Infektionen rühren. Sie vermutet deshalb wie auch das Kreisgesundheitsamt, dass viele Infektionsketten ihren Ursprung im familiären Umfeld haben. Die besondere Struktur Werdohls sei dabei wohl ein bedeutender Faktor. „Hier leben mehr große Familien als in anderen, kleineren Städten des Kreises“, verdeutlichte sie. Das führe dann bei einem Ausbruch wohl zwangsläufig zu mehr Infizierten. Einen Ausweg sieht Mentzel derzeit nur darin, Begegnungen konsequent auf den eigenen Hausstand zu beschränken und auf gegenseitige Besuche zu verzichten.

Ordnungsamt hängt Schilder auf

Darüber hinaus appelliert die Stadt noch einmal an die Bevölkerung, wo immer es möglich ist, Schutzmasken zu tragen. Am Dienstag sollten Mitarbeiter des Ordnungsamtes in der Innenstadt auch noch einmal entsprechende Schilder aufhängen. „Das ist aber als Appell zu verstehen“, betonte Mentzel, dass damit nicht die Maskenpflicht wieder eingeführt worden sei.

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