Werdohl hat die Schlagkraft der Feuerwehr erhöht

Das neue Löschfahrzeug mit modernster Ausstattung wurde jetzt auch offiziell an den Löschzug Brüninghaus übergeben.

WERDOHL ▪ Im Einsatz haben sich die drei neuen Fahrzeuge der Löschgruppe Brüninghaus schon bewährt. Und so konnte Stadtbrandinspektor Manfred Theile bei der offiziellen Übergabe am Samstag auch mit vollster Überzeugung feststellen: „Die Stadt hat die Schlagkraft ihrer Feuerwehr erhöht und neue Maßstäbe in der Löschgruppe gesetzt.“

Dabei bezog sich Theile vor allem auf das neue Löschfahrzeug 10/6, das mit allen Finessen ausgestattet zum Modernsten gehört, was in Werdohl unterwegs ist. Eine eingebaute Kreiselpumpe kann 2000 Liter Wasser pro Minute fördern – im Vergleich: Das alte Fahrzeug, 31 Jahre im Dienst, schaffte nur 800. 1200 Liter Wasser bringt das Fahrzeug schon im Tank mit. So kann die Besatzung am Einsatzort sofort einen ersten Löschangriff starten, ohne dass zuvor Leitungen gelegt werden müssen. Ein Lichtmast kann ohne Rüstzeit ausgefahren werden und sorgt, mit der Umfeldbeleuchtung des Wagens, für die sichere Ausleuchtung des Einsatzortes. Tiefgezogene Geräteräume, Spreizer, Schneidgeräte – die Ausstattung und einfache Bedienung des 230 000 Euro teuren Fahrzeuges lässt kaum einen Wunsch der Feuerwehrleute offen.

„So ein Fahrzeug kauft man nicht von der Stange. Das braucht viel Sachverstand bei der Ausstattung“, dankte Löschzugführer Michael Jacoby für das neue Fahrzeug, das nach mehrmonatigen Planungen am 23. Dezember in den Dienst übernommen wurde und schon vier Tage später zum ersten Einsatz ausrücken musste.

Weniger aufwändig, aber ebenso wichtig für die Arbeit der Feuerwehr sind die beiden anderen Fahrzeuge, die am Samstag vor dem Feuerwehrgerätehaus Brüninghaus präsentiert wurden und die zusammen einen Wert von rund 68 000 Euro haben. Das neue Klein-Einsatzfahrzeug bietet sechs Sitzplätze und gleichzeitig Raum für den Materialtransport. Der Mannschaftstransportwagen mit neun Plätzen steht vor allem, aber nicht nur der Jugendfeuerwehr zur Verfügung.

„Auf die drei Fahrzeuge können alle stolz sein“, betonte bei der Schlüsselübergabe Bürgermeister Siegfried Griebsch. Damit sei man bei der Abarbeitung des Brandschutzbedarfsplans „voll im Plan“.

Der ist mit der Anschaffung der drei Fahrzeuge für die Löschgruppe Brüninghaus, deren Übergabe Anfang des Jahres wegen des Wetters verschoben werden musste, aber längst nicht erfüllt. Bereits jetzt wird der Ersatz für zwei weitere Fahrzeuge, rund 26 Jahre im Einsatz, geplant, berichtete Manfred Theile.

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