Saisonlizenz der FSV-Jugend stark verteuert

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Nicht alle Posten im Jugendvorstand konnten besetzt werden, Jugendleiter Rüdiger Backes (Mitte) und Geschäftsführer Gert Scheumann (links) übernehmen weiterhin die Verantwortung.

Werdohl - Die Jugendabteilung der Fußballspielvereinigung (FSV) Werdohl will ihre Saisonlizenz anheben. Statt wie bislang 45, beziehungsweise 49 Euro, sollen in Zukunft 120 Euro pro Jahr gezahlt werden.

„Rein sportlich gesehen, sind wir sehr zufrieden. Unsere größte Herausforderung wird daher in nächster Zeit sein, die Jugendabteilung finanziell unabhängiger zu machen und qualifizierte Trainer zu finden – vor allem mit Blick auf die nötige Aufwandsentschädigung“, erklärte Jugendleiter Rüdiger Backes beim Vereinsjugendtag am Samstag im Ütterlingser Krug.

Im Rahmen der Versammlung von rund 40 Mitgliedern, darunter 15 Jugendliche, schlug Backes vor, die Saisonlizenz zu erhören. Sie sei die einzige sichere Einnahmequelle. Gute Rahmenbedingungen bei der Ausbildung des Fußballnachwuchses kosteten nun einmal Geld.

Backes stellte die Idee vor und bat vor allem die anwesenden Eltern um ihre Meinung. Diese fanden die Erhöhung enorm und schlugen einen schrittweisen Anstieg vor. Die Notwendigkeit einer Erhöhung sahen alle gegeben. Benachbarte Vereine nähmen mehr als 120 Euro pro Saison.

Die Eltern wiesen außerdem darauf hin, dass manche Familien sich den deutlich höheren Betrag nicht leisten könnten. Dazu meinte Backes: „Härtefälle müssen im Einzelnen besprochen werden. Ich möchte niemanden vertreiben. Jedem, der bei uns Spielen möchte, wird das ermöglicht. Der Förderverein wird helfen.“ Sein Zeitplan für die Erhöhung sieht so aus, dass bis September, wenn die neuen Saisonlizenzen eingezogen werden, der neue Betrag feststehen muss. Zuvor soll es einen Elternbrief geben.

Derzeit sind bei FSV-Jugendabteilung 313 Kinder und Jugendliche angemeldet. Rund 180 davon spielen aktiv Fußball. Während in der Saison 2015/2016 noch zwölf Mannschaften gemeldet waren, sind es in der laufenden Saison nur acht Mannschaften. Mit Blick auf höhere Leistungen und mehr Trainingseffizienz hatten die Fußballer dies so entschieden.

Dass sich dieser Beschluss gelohnt hat, zeigte sich bei den Berichten der Trainer. Die A-Jugend ist seit vorvergangenem Wochenende Tabellenführer in der Kreisliga A. „Wir wollen den Aufstieg schaffen“, sagte Trainer Günther Kanbach. Leider sei der Kader sehr dünn.

Für die B-Jugend sprach Trainer Cesare De Leo: „Aktuell spielen wir eine hervorragende Saison: Platz 1 der Tabelle in der Hinrunde, Platz 1 in der Heimtabelle. Bei einem Torverhältnis von 100:7.“ Ziel der B-Jugend sei ganz klar, Meister in der Kreisliga A zu werden.

Die C-Jugend der FSV Werdohl spielt derzeit erfolgreich in der Bezirksliga. Sie steht auf dem zweiten Platz hinter Hagen. „Wir haben gerade einen kleinen Hänger, aber immerhin sind wir Kreispokalsieger geworden“, sagte Trainer Marc Fleischer. Die D-Jugend ist derzeit das Sorgenkind der FSV-Jugend. Aufgrund vieler Abgänge und ohne rechtzeitigem Ersatz spielt die D derzeit im Mittelfeld der Kreisliga A. „Aktuell Platz 9, die Klasse wird gehalten“, so Michael Richter.

„Die Hinrunde war sensationell“, gab Dirk Hartig kurzen Einblick in den Stand bei der E1-Jugend. Necip Civelec teilte für die E2-Jugend mit: „Nach ebenfalls guter Hinrunde stehen wir jetzt auf dem fünften Platz in der Kreisliga A.“

Die F-Jugend, die jüngsten Fußballer in der FSV, zeichneten sich derzeit durch eine sehr gute Trainingsbeteiligung aus. Es kämen immer mindestens 16 Kinder, las Rüdiger Backes vor. Die Minikicker, das Team der Fünf- bis Sechsjährigen, kam in der laufenden Saison nicht zustande. Es gab nur vier Interessenten, so Gert Scheumann.

Im Punkt Wahlen zeigte sich, dass in der Jugendabteilung derzeit manche Posten unbesetzt sind. Das Amt des Kassierers blieb vakant. Rüdiger Backes übernimmt die Aufgaben weiterhin. Geschäftsführer Gert Scheumann wurde einstimmig wiedergewählt, ebenso der stellvertretende Jugendleiter Udo Michel. Er ließ sich jedoch für nur ein Jahr wählen. Gerätewart Carlos Taboada wurde im Amt bestätigt.

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