Putz schützt Woge-Gebäude vor Flammen

Werdohl -   Im Sommer vergangenen Jahres hatte der Werdohler Stefan Sensenschmidt bei der Werdohler Wohnungsgesellschaft eine Diskussion über die Entflammbarkeit von Wärmeverbundsystemen angestoßen. Seine Kritik war damals, dass sich Gebäudeisolationen aus Styropor leicht entzünden lassen und unter Umständen zu Brandkatastrophen führen könnten. Woge-Chef Wöste informierte nun über die technischen Hintergründe dieser Wärmedämmung.

Die Woge mache es aber anders als viele kostensparende Methoden zu Wärmedämmung, sagte er. Auf die Styroporschicht komme eine zwei Zentimeter dicke Schicht aus mineralischem Putz: „Und Stein brennt nicht.“

Ganz aktuell macht ein Bericht auf Spiegel Online (Spon) die Styropor-Problematik zum Thema. Weil sich Brände an Wärmeverbund-systemen häuften, setzte die Bundeskonferenz der Landes-Bauminister eine Expertengruppe ein, deren Test-Ergebnisse jetzt veröffentlicht wurden. Bei Spiegel Online heißt es: „Anders als die bisher üblichen Zulassungsversuche für die Systeme, die von einem Zimmerbrand ausgehen, simulierte der Versuch einen Mülltonnenbrand im Sockelbereich einer gedämmten Fassade.

Das Ergebnis war eindeutig: Das Wärmedämmverbundsystem samt Brandschutzmaßnahmen versagte und brannte rückstandslos ab. Nach 22 Minuten war alles vollständig verbrannt.“ Bei dieser Versuchsanordnung waren auch die behördlich vorgeschriebenen Brandriegel eingebaut. Für einen zweiten Versuch ließ die Arbeitsgruppe laut Spiegel Online Sicherheitsmaßnahmen einbauen, die bisher nicht üblich sind, darunter zusätzliche Brandriegel im Sockelbereich. Außerdem wurden diese besser verklebt und zusätzlich verdübelt. Diese Dämmung überstand den Brandtest.

Wöste sieht dadurch die Arbeit der Woge bestätigt. „Die zusätzliche mineralische Schicht auf dem Styrodur schützt unsere Häuser vor Flammen-Übergriff. Bei uns passiert das so nicht.“

Von Volker Heyn

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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