Opferstock aus der Waldkapelle geklaut

Die Kapelle am Distelnblech ist bei vielen Menschen sehr beliebt, die Tür steht immer offen. Jetzt ist der Opferstock geklaut worden.

Werdohl - Die Beute hatte nur geringen Wert, die Empörung über den Diebstahl des Opferstocks aus der Waldkapelle Distelnblech ist umso größer. Vermutlich in der Zeit von Mittwoch auf Donnerstag haben Unbekannte die kleine Münzdose mitsamt Kerzengestell aus der Kapelle mitgenommen.

In den Opferstock werfen die Gläubigen, die dort ein Teelicht entzündet haben, einen kleinen Betrag. Vielleicht ein paar Euro waren in dem Münzbehältnis.

Christiane Recht ist Mieterin des Hofes in Distelnblech, sie hat ein Auge auf die Waldkapelle. Die hat dort der Forstwirt Christoph Hupertz aus Kirchhundem vor ein paar Jahren errichten lassen. Ursprünglich war seine Idee, das Gelände rund um die Kapelle als Waldfriedhof zu nutzen, dafür fand sich aber landauf, landab kein Betreiber.

Das Gestell für die Teelichte ist mitsamt Opferstock gestohlen worden. Die Diebe stellten die restlichen Lichte auf die Kirchenbank.

Die Kapelle wird von vielen Spaziergängern besucht, einige kommen sogar jeden Tag dorthin. Christiane Recht weiß deshalb, dass am Mittwoch noch alles in Ordnung war in der Kapelle. Die Täter hatten es anscheinend nur auf das Geld im Opferstock abgesehen, Metalldiebe waren es nicht. Das Gestell für die Teelichte haben sie stehen gelassen, das Gestell mit dem Opferstock daran mitgenommen. Einige Teelichte haben sie vor der Kapelle im Kies zertreten.

Christiane Recht und Christoph Hupertz haben die Polizei eingeschaltet und Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Hupertz hat spontan eine Belohnung von 1000 Euro ausgesetzt für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen. Wer Hinweise hat, sollte sich bei der Polizei in Werdohl melden.

Christiane Recht ist jetzt erstmal zur Tat geschritten und hat aus zwei Gestellen eine provisorische Kerzenbank konstruiert. „Geht ja nicht, dass Besucher keine Kerze aufstellen können“, meint sie. - von Volker Heyn

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