Wegen Corona-Erlass des Gesundheitsministers:

Werdohl, Neuenrade und Balve sperren alle Spiel- und Bolzplätze

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Spiel- und Bolzplätze sind - wie hier in Werdohl am Friedrich-Keßler-Platz - mittlerweile überall gesperrt.

Werdohl/Neuenrade/Balve - Seit Dienstag müssen auf Anweisung des NRW-Gesundheitsministeriums auch Spiel- und Bolzplätze geschlossen bleiben. Werdohl und Neuenrade haben die Maßnahme schnell umgesetzt, Balve zögerte noch.

Die Werdohler Bürgermeisterin wollte den ministeriellen Erlass zur Schließung der Spiel- und Bolzplätze erst gar nicht abwarten. Bereits am frühen Nachmittag beschloss der Krisenstab im Werdohler Rathaus, alle etwa 40 Spiel-, Bolz- und Biwakplätze zu schließen.

In Eile wurden ein paar Schilder laminiert, dann zog ein kleiner Trupp vom Baubetriebshof unter der Leitung von Dominic Winterhoff los. Da es für die zahlreichen Plätze im Stadtgebiet nicht genügend mobile Zäune gibt und Flatterband kein amtliches Sperrmittel ist, mussten Verbotsschilder an allen Zugängen reichen.

Bürgermeisterin Voßloh sagte, dass die Ansteckungsgefahr einfach zu groß sei, weil bei dem schönen Wetter besonders viele Familien mit Kindern auf die Plätze geströmt waren. Das war am Montag noch der Fall, am Dienstag blieb zumindest der sonst extrem beliebte Goethe-Spielplatz so gut wie ungenutzt. Dennoch wurde vorsorglich gesperrt.

Auch in Neuenrade war schon vor dem Erlass aus dem Ministerium klar, dass die Spielplätze geschlossen werden. „Das haben wir beschlossen“, sagte Gerhard Schumacher, der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, bereits am Vormittag. Am Montag waren die Spiel- und Bolzplätze im gesamten Stadtgebiet noch sehr gut besucht.

Die Stadt Balve hatte es nicht so eilig mit der Schließung der Spielplätze. "Das ist für uns kein Thema" sagte Bürgermeister Hubertus Mühling noch am Dienstag Vormittag. In Balve gebe es viel Platz zum Spielen in der Natur, begründete er. Allerdings werde die Stadt "beobachten, wo sich Hotspots bilden, und dann im Einzelfall reagieren".

Am Nachmittag war diese Haltung durch den Erlass aus Düsseldorf schon überholt. Am Mittwochnachmittag meldete dann auch Balve die sofortige Sperrung aller Spiel-, Bolz- und Bouleplätze und ähnlicher Einrichtungen im Stadtgebiet.

Die Stadt Balve wies auch ausdrücklich darauf hin, dass mit sofortiger Wirkung alle öffentlichen, öffentlich zugänglichen und privaten Veranstaltungen untersagt seien. Bürgermeister Mühling sprach von "weiteren einschneidenden Maßnahmen, die unser öffentliches Leben betreffen“. Gleichzeitig bat er "um einen ruhigen und besonnenen Umgang mit der Situation".

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