Musikschule erhöht Gebühren

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Wilfried Plate (l.), Mitarbeiter des Rechnungsprüfungsamtes der Stadt Werdohl, erhielt einen Blumenstrauß von Dietmar Rottmann.

Werdohl - Die Musikschule Lennetal wird zu Beginn des neuen Schuljahres am 1. August die Unterrichts-Gebühren erhöhen. Das hat der Vorstand der Musikschule am Montag einstimmig beschlossen.

„Aus Sicht der Schüler und deren Eltern ist das natürlich unangenehm, aus Sicht der Schule aber einfach erforderlich“, stellte der Vorstands-Vorsitzende Dietmar Rottmann, Vertreter der Stadt Plettenberg, fest.

„Wir versuchen, Lohnkostensteigerungen durch Gebührenerhöhungen aufzufangen“, beschrieb Musikschulleiter Martin Theile. Er hoffe sehr, dass die Erhöhung für alle Schüler verkraftbar sei. Im Bereich des Elementarunterrichts steigt die Gebühr um maximal zwei Euro monatlich. Der Instrumentalunterricht für Kinder und Jugendliche wird maximal 3,50 Euro (Einzelunterricht, 45 Minuten) teurer. Für die Studienvorbereitung müssen Schüler monatlich fünf Euro mehr zahlen als bisher.

Einzelunterricht für Erwachsene gestrichen

Im Erwachsenenbereich sei der Einzelunterricht bereits gestrichen worden. „Wir werden in diesem Bereich neue Unterrichtsformen schaffen, die kostendeckend sind“, kündigte Theile an. Neben den Gebühren solle auch die Instrumentenleihgebühr ab Sommer angehoben werden, erklärte er weiter. Theile gab zu bedenken, dass die Gebühren der Musikschule Lennetal im interkommunalen Vergleich sehr weit oben angesiedelt seien. So zahlten Schüler, die flexiblen Unterricht mit einer Zeitscheibe von wöchentlich 15 Minuten gebucht hätten (oder Dreier-Gruppe mit 45 Minuten) in der Gemeinde Finnentrop – dem Kooperationspartner der Musikschule – aktuell 34 Euro. Ab August steigt diese Gebühr im Bereich der Musikschule Lennetal auf 37,50 Euro.

Auch könnten Gebührenerhöhungen zu Abmeldungen führen, beziehungsweise Interessierte von einer Anmeldung abhalten. Dadurch entstehe eine nicht berechenbare Gefahr von nicht auszulastenden Lehrerwochenstunden. Diese könnten die Musikschule unter Umständen teuer zu stehen kommen, merkte Theile an.

Mit Blick auf den Haushaltsabschluss der Musikschule bedankte sich der Vorstands-Vorsitzende Rottmann bei Theile und seinem Team für eine „beinahe Punktlandung“. Die Einnahmen-Überschuss-Rechnung weise einen Verlust in Höhe von 1255,71 Euro aus. Das genaue Wirtschaften der Musikschule sei für alle vier Städte wichtig, „da sie bekanntlich nicht auf Rosen gebettet sind“.

In diesem Zusammenhang bedankte sich Rottmann mit einem Blumenstrauß bei Wilfried Plate. Der Mitarbeiter des Werdohler Rechnungsprüfungsamtes prüfe das jährliche Zahlenwerk der Musikschule Lennetal bereits seit 1998 regelmäßig. - Von Carla Witt

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