Musikschule kann Jeki-Programm ausweiten

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Marion Jeßegus wirkt in der Evangelischen Grundschule.

Werdohl/Neuenrade - „Dieses Programm ist ein Segen für alle, wir erreichen damit ab Sommer 2015 ausnahmslos alle Kinder in unseren Mitgliedskommunen.“ Musikschul-Leiter Martin Theile freut sich aufrichtig über die Fortschreibung des Jeki-Projekts der Landesregierung. Ministerin Schäfer hatte mitgeteilt, dass das Programm „Jedem Kind ein Instrument“ mit der größer aufgesetzten Förderung „Jedem Kind Instrumente, Tanzen und Singen“ (Jekits) fortgeführt werde. Die Landesregierung will in Jekits jedes Jahr 10,7 Millionen Euro stecken.

Beim Jeki-Programm waren zunächst nur ausgewählte Grundschulen in den Mitgliedsstädten einbezogen. In Werdohl waren es die Evangelische Schule, die Katholische Schule und die Schule in Kleinhammer. In Neuenrade ist die Burgschule mitsamt dem Standort in Altenaffeln im Jeki-Projekt.

Theile: „Wir freuen uns jetzt, in Werdohl auch in der Grundschule Königsburg Jekits anbieten zu können.“ Das zweijährige Programm startet im zweiten Schuljahr, die Jeki-Förderung förderte bislang nur eine instrumentale Grundbildung. Das neue Programm Jekits bietet auch vokalen und tänzerischen Unterricht. „Wir stürzen uns natürlich auf den instrumentalen und jetzt auch auf den vokalen Unterricht“, so Martin Theile. Fürs Tanzen habe die Musikschule keine Kompetenz, da müssten die Schulen andere Kooperationspartner finden.

Theile erinnert sich, als das Jeki-Programm 2010 startete: „Wir hatten damals noch gar nicht so viele Lehrer für das Angebot und mussten langsam beginnen.“ Mittlerweile laufe das Angebot in allen Grundschulen hervorragend. Im ersten Jahr ist der Unterricht für die Eltern kostenfrei, im zweiten Jahr wird ein Beitrag fällig. Kinder aus benachteiligten Familien sind auch davon befreit. Musikinstrumente werden für alle Kinder kostenfrei zur Verfügung gestellt.

„Die Kostenübernahme und die Aufweitung auf alle Schulen in unseren Mitgliedsstädten berührt natürlich auch unseren Musikschulhaushalt“, so Martin Theile gestern auf Anfrage unserer Zeitung. „Dieses Basismusikalisierungsprogramm hat sich zu einem Fundament für musikalische Bildung im Lennetal entwickelt“, so Theile, „da es Kinder aus allen Bevölkerungsschichten erreicht und somit den Zugang zum Musizieren ermöglicht.“

Von Volker Heyn

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