Werdohl: Malteser besuchen Kindergarten

Rettungssanitäter Phil Griessl erklärte den Mädchen und Jungen des Kindergartens Bonifatius, wozu eine Infusionsflasche benötigt wird. - Foto: Peuckert

Werdohl - Rettungssanitäter Phil Griessl steht im Krankentransportwagen (KTW) der Malteser und hält eine Infusionsflasche hoch. „Wer weiß, was das ist“, fragt er die Kinder, die um ihn herumstehen. Es ist mucksmäuschen still, niemand sagt etwas. Schließlich löst Griessl die Ruhe auf und erklärt die Funktion der Flasche.

Gemeinsam mit Yvonne Beyer-Stumpe vom ehrenamtlichen Betreuungsdienst der Malteser, stattete der Rettungssanitäter am Freitag den Mädchen und Jungen des Kindergartens Bonifatius einen Besuch ab.

Seit einiger Zeit läuft in der Einrichtung das Projekt „Abenteuer helfen“. Insgesamt acht Wochen lang beschäftigen sich die Vorschulkinder mit dem Thema Helfen. „Wir versuchen, den Kindern erste Grundkenntnisse beizubringen“, erklärte Beyer-Stumpe.

Und so lernten die Mädchen und Jungen vor einigen Tagen, warum es wichtig ist, anderen zu helfen und ihnen Trost zu spenden. In einer Bastelaktion fertigten die Kinder eine Trostbox an. Im Laufe der Woche sammelten sie dann Punkte, indem sie den jüngeren Kindern der Einrichtung zur Hand gingen. „Sie haben den Kleineren dabei geholfen, die Schuhe zuzubinden oder Sachen wegzuräumen“, erklärte Erzieherin Jutta Schulze.

Gestern nun stand der Höhepunkt des Projektes an. Neugierig erkundeten die Kinder das Innere des Krankenwagens. Phil Griessl lies sie in alle Fächer gucken und zeigte sämtliche Utensilien wie Blutdruckmessgerät und Halskrause. Zudem bekam jedes Kind ein Paar Handschuhe.

Die Halskrause führte der Rettungssanitäter an Freiwilligen vor. Ein Kind nach dem anderen durfte einmal auf der Transportliege Platz nehmen. Nachdem Griessl bei den ersten Malen die Kinder anschnallte, nahmen sie das später selbst in die Hand. Auch von Yvonne Beyer-Stumpe erfuhren die Kinder viele Details zum Krankenwagen. Zum Beispiel, warum der Schriftzug auf der Motorhaube in Spiegelschrift geschrieben ist.

Am Ende lies Phil Griessl mit Hilfe eines Jungen der Kita Bonifatius das Martinshorn erklingen und das Blaulicht aufleuchten.

Von Jana Peuckert

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