In 750 Laternen leuchten LEDs

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Auch im Alten Dorf haben die Mitarbeiter des Werdohler Bauhofes, hier Luciano Amico, die Laternen mit LED-Techik ausgerüstet. In vielen Werdohler Wohngebieten sind aber Energiesparlampen im Einsatz.

Werdohl - Die Ära der Quecksilberdampflampen (HQL) ist in Werdohl beendet: Pantelis Haritidis, Elektrotechniker beim städtischen Bauhof, und sein Kollege Luciano Amico haben in den vergangenen Wochen einige der letzten HQL-Leuchtmittel demontiert und durch LED-Technik ersetzt.

Vorläufig ist die Umstellung im Wedohler Stadtgebiet damit im Wesentlichen abgeschlossen.

„Wir haben die Leuchtmittel in 90 Straßenlaternen im Bereich der Bundesstraße 229 und vereinzelt in Wohngebieten im Innenstadtbereich ersetzt“, berichtet Haritidis. Er ergänzt: „An der Bundesstraße werden die kompletten Leuchtkörper getauscht, in den Wohngebieten nur die Leuchtmittel.“ Um insbesondere die Arbeiten an der Bundesstraße so schnell wie möglich abschließen zu können, erhielten die Bauhof-Elektriker tatkräftige Unterstützung von Kollegen, die bei der Meschede & Co. GmbH Elektrotechnik beschäftigt sind. 

LEDs sind an den Bundesstraßen ein Muss 

„Insgesamt haben wir in den vergangenen Jahren mehr als 750 Laternen auf LED-Technik umgestellt“, berichtet Fachbereichsleiter Thomas Schroeder. Während in den Werdohler Nebenstraßen auch Energiesparlampen für kostengünstige Beleuchtung sorgen, kommen für die Bundesstraßen nur LEDs in Frage: „Mit Energiesparlampen können wir dort nicht ausreichend ausleuchten“, erklärt Schroeder. 

Langfristig sollen alle der circa 3000 Laternen im Stadtgebiet auf die moderne Technik umgestellt werden. Allerdings würden Energiesparlampen nur dann aus dem Verkehr gezogen, wenn sie defekt sind. „Alles andere würde sich weder finanziell noch aus Umweltschutzgründen lohnen,“ stellt der Fachbereichsleiter fest. 

Tatsächliche Ersparnis lässt sich nicht feststellen

Wie viel Geld die Stadt Werdohl allerdings tatsächlich durch den LED-Einsatz spart, lässt sich nicht feststellen. „Das können wir nicht gesondert nachhalten, da die Kosten für die gesamte Straßenbeleuchtung ermittelt werden“, so Schroeder. 

Fest stehe: Im Vergleich zum Jahr 2008 habe die Stadt Werdohl 2017 insgesamt 330 000 Kilowattstunden Strom eingespart. Diese Einsparung schreibt Schroeder allerdings auch der Nachtabschaltung zu, die inzwischen aber wieder vom Tisch ist. Da die Stromkosten im Lauf der vergangenen Jahre erheblich gestiegen sind, lässt sich die Ersparnis zudem nicht in Cent und Euro umrechnen, betont er. 

Stadt zahlt 120 000 Euro Stromkosten 

„Man kann aber sagen, dass wir im vergangenen Jahr ungefähr den gleichen Betrag zahlen mussten wie vor zehn Jahren, denn der Strom ist viel teurer geworden. Ohne die Umstellung würde die Stromrechnung der Stadt inzwischen deutlich höher ausfallen“, erklärt der Fachbereichsleiter. Er informiert: „2017 hat die Stadt insgesamt 120 000 Euro für die Straßenbeleuchtung ausgegeben.“ 

Auf dem Papier spare die Stadt durch die Umstellung auf LED-Technik jedenfalls mindestens 70 Prozent der Energiekosten: „Um überhaupt in den Genuss einer Förderung durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit zu kommen, muss das rein rechnerisch nachgewiesen werden.“ Die Förderung habe sich jeweils auf 30 bis 40 Prozent der Gesamtkosten belaufen. „Das war immer etwas unterschiedlich“, stellt Schroeder fest.

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