Extra Mittel für Bushaltestelle

Mit dem Thema „Hochwasserschutz“ beschäftigen sich die Preisrichter ebenfalls.

WERDOHL ▪ Gute Nachrichten hatte Bernd Mitschke, Fachbereichsleiter der Abteilung Bauen und Immobilienmanagement im Werdohler Rathaus, am Dienstag für die 20 Planungsteams, die bis zum 12. Oktober Entwürfe für die Umsetzung des Wettbewerbs „Werdohl an die Lenne“/Umgestaltung des Brüninghaus-Platzes“ erarbeiten werden.

Neben den 1,2 Millionen Euro, die für die Realisierung des Wettbewerbes zur Verfügung stehen, ist es der Stadt gelungen, einen weiteren Fördertopf für die Umgestaltung des Bushaltestellenbereiches zwischen dem Brüninghaus-Platz und dem Ludwig-Grimm-Park anzuzapfen. „Der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) unterstützt die Stadt bereits mit Zuwendungen für den Bau des Zentralen Omnibus-Bahnhofes. Um die Situation für die Fahrgäste im Bereich der Bushaltestelle an der Freiheitstraße zu verbessern, stehen weitere Mittel zur Verfügung“, erklärte Mitschke den Planungsteams, die sich gestern im Rahmen eines Rückfragenkolloquiums im Restaurant Vier Jahreszeiten getroffen hatten. Die genaue Summe, die letztlich abgerufen werden könne, konnte Mitschke nicht benennen. Intern sei aber ein Betrag von etwa 200 000 Euro im Gespräch, um die Verkehrssituation hier zu verbessern.

„Sie können diesen Bereich nun weitaus großzügiger in ihre Planungen miteinbeziehen“, gab Alfred Körbel vom Dortmunder Büro plan lokal – die Mitarbeiter managen den Wettbewerb für die Stadt – den Landschaftsarchitekten und Freiraumplanern mit auf den Weg.

Zudem teilte Körbel den Wettbewerbsteilnehmern die Ergebnisse des Preisrichtervorgespräches mit. Das Gremium – dieses setzt sich aus Mitgliedern der Verwaltung, Vertretern der politischen Fraktionen und Fachleuten aus den Bereichen Landschaftsarchitektur und Stadtplanung zusammen – war gestern Morgen zu einer gemeinsamen Tour durch das 4,9 Hektar große Wettbewerbsgebiet aufgebrochen. Anschließend hatten sie die Wettbewerbsaufgabe weiter modifiziert. Der Schwerpunkt der Planungen soll demnach auf dem Brüninghaus-Platz und dem Grimm-Park liegen sowie auf der Verbindungsachse vom zentralen Innenstadtplatz entlang des WK-Warenhauses zur Lenne.

Auch der Brückenkopf an der Versestraße soll nach dem Preisrichtervorgespräch mehr in die Planungen mit einbezogen werden, um den Uferbereich stärker erlebbar zu machen.

Körbel verwies nochmals auf die verschiedenen Phasen der Bürgerbeteiligungsverfahren im Rahmen der beiden Wettbewerbe: „Nehmen Sie die Anregungen der Bürger mit auf und lassen sie sie in ihre Entwürfe einfließen“, gab er den Planungsteams mit auf den Weg. Diesen Aspekt hatte auch Bürgermeister Siegfried Griebsch im Rahmen der Ortsbegehung mit den Jurymitgliedern nochmals betont: „Der öffentliche Raum ist für die Bürger da, deshalb waren die Beteiligungsveranstaltungen im Vorfeld so wichtig.“ Im Rahmen des Bund-Länder-Programms Stadtumbau-West erhält die Stadt Fördermittel für die Umgestaltung des Brüninghaus-Platzes und die bessere Verbindung zum Lenneufer und zur Promenade. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität und das Image der Innenstadt dauerhaft zu stärken. Bevor im Frühjahr 2013 auf dem Brüninghaus-Platz die Bagger rollen – der Teilbereich Werdohl an die Lenne soll 2013/14 umgesetzt werden – spricht das Preisgericht am 15. November eine Empfehlung an den Rat aus. Dieser soll Ende des Jahres abschließend die Gewinner des Wettbewerbes küren, nach deren Plänen letztlich umgestaltet wird.

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