Widerstand ist nicht zu übersehen

Bunt und sichtbar: Kunst als Protest gegen Rosmart 2.0

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Das Kunstwerk auf dem Lkw-Anhänger stammt von  Yves Thomé.

Werdohl – Hasen und Rehe, die um ihren Wald trauern. Bunt und weithin sichtbar protestieren die Anwohner gegen das geplante Gewerbegebiet Rosmart 2.0. 

Der Widerstand ist nicht mehr zu übersehen: Mit einem großflächig bemalten Lkw-Anhänger protestieren die Bewohner gegen das geplante Gewerbegebiet südlich vom bestehenden Gebiet Rosmart. Mehr als 100 Bürger kamen am Sonntag zur Wiese neben dem bestehenden Gewerbepark, um den Anhänger mit den Organisatoren zu enthüllen. 

Jörg Kenter erläuterte dabei den aktuellen Stand der Planungen und sammelte Adressen von weiteren Unterstützern, um sich gegen das Vorhaben zu wehren. Auf dem Lkw ist ein abgeholzter Wald zu sehen, daneben ein weinendes Reh und ein weinender Hase. Im Hintergrund steigt Rauch aus grauen, großen Fabrikgebäuden auf. Für das Kunstwerk zeichnet der Lüdenscheider Graffiti-Künstler Yves Thomé verantwortlich. 

Alles rund um das umstrittene Gewerbegebiet

Um die rund 50 Quadratmeter große Fläche zu bemalen, hat es rund 30 Stunden und etwa 80 Dosen an Sprühfarbe gebraucht. Zu seiner Motivation, sich für die Protestbewegung zu engagieren, sagte Thomé: „Ich finde es generell als Künstler wichtig, sich sozial zu engagieren. Ein großflächiges Bild ist sicherlich eine gute Möglichkeit, über sich und seine Umwelt nachzudenken und auf Probleme aufmerksam zu machen.“ 

Ab sofort soll der Anhänger von der Höhenstraße aus gut sichtbar sein und die Autofahrer darauf aufmerksam machen, dass auf den Brunscheider Höhen etwas passiere, betonte Kenter. 

Die Initiative fürchtet den massiven Flächenfraß, für den laut einer Studie ein großer Teil des Laubwalds auf den Brunscheider Höhen fallen müsste, und zweifelt die Notwendigkeit des neuen Gewerbegebiets an. Den Lkw-Anhänger hatte der Landwirt Andreas Geck der Initiative für die Protestaktion zur Verfügung gestellt.

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