CDU kontert Radwege-Kritik von SPD-Ratsherr Henke

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Die CDU kontert die Kritik, die SPD-Ratsherr Jürgen Henke an ihren Plänen für den Lenneradweg geübt hat. Die Routenführung des Abschnitts zwischen Rathaus und Kettling über den "Posten 40" sei "alternativlos".

Dies erklärten die  CDU-Ratsherren Dirk Middendorf und Christoph Plaßmann. Henke hatte die als „Posten 40“ bezeichnete Stelle, an der der mögliche Radweg im Bereich Plettenberger Straße vom Lenneufer auf die Bundesstraße 236, als gefährlich bezeichnet. Das wiesen die beiden CDU-Politiker zurück, wenngleich sie Henkes Meinung teilen, dass die Streckenführung über diesen Punkt nicht die Wunschlösung ist. „Das ist nicht optimal, daran müssen wir arbeiten. Auch der Landesbetrieb Straßen.NRW sucht dort nach einer Lösung, aber die wird nicht so schnell zu finden sein“, räumte CDU-Fraktionsvize Plaßmann ein. Derzeit gebe es aber einfach keine andere Möglichkeit. 

Middendorf rügte Henke für die Aussage, die Sicherheit der Radfahrer könne am Posten 40 nicht gewährleistet werden: „Es ist nicht richtig, zu suggerieren, die CDU favorisiere eine gefährliche Strecke.“ Als falsch bezeichnete Middendorf zudem Henkes Aussage, dass sich ein Grundstückseigentümer weigere, Flächen für den Bau des Radweges zur Verfügung zu stellen. Bei der von der CDU bevorzugten Trasse seien alle Grundstücksfragen berücksichtigt. Das bestätigte auch Plaßmann: „Laut Verwaltung gibt es dort keine Probleme mit Grundstückseigentümern.“ 

Suche nach einer Trasse in vollem Gange

Auch am anderen Ende der Stadt, an der Grenze zu Altena, ist die Suche nach einer Trasse für den Radweg in vollem Gange. Henke hatte die CDU dafür kritisiert, dass sie eine längst abgelehnte Streckenführung über zum Teil steile Waldwege noch einmal ins Gespräch gebracht und einen Verlauf über das Mark-E-Werksgelände ausgeschlossen habe. 

Den Vorwurf, nicht nach Alternativen gesucht zu haben, lässt Plaßmann nicht gelten: „Unser Antrag ist gerade eine Suche nach Alternativen: Die Verwaltung wird beauftragt, die verschiedenen Streckenführungen zu prüfen.“ Im übrigen könne er sich nicht erinnern, dass die Varianten in einem politischen Gremium schon einmal ausgeschlossen worden seien. Was Alternativtrassen angehe, sei die CDU für Anregungen dankbar. „Auch Herr Henke kann ja seine Vorschläge einbringen“, deutete Plaßmann an, dass die Diskussion für diesen Bereich noch längst nicht beendet sei. 

Streckenführung in Ütterlingsen macht Probleme

Auf der Suche nach der optimalen Streckenführung sei die CDU auch noch im Bereich Ütterlingsen. Dort müsste der Radweg nach den derzeitigen Planungen drei Mal die B 236 kreuzen. „Richtig glücklich ist damit natürlich niemand“, räumte Plaßmann ein. Die einzige derzeit erkennbare Alternative sei ein Ausbau des vorhandenen Gehweges zu einem Geh- und Radweg, ergänzte Middendorf. „Das würde Straßen.NRW aber nicht bezahlen. Und die Stadt hat dafür derzeit kein Geld.“

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