Möbelkofferlastzug von Schlotmann als Wiking-Modell

Der neue Möbelkofferlastzug von Wiking – unterwegs in einer Modellstadt. - Foto: Kanbach

Werdohl - Auf der Suche nach originellen Vorbildern für Neuheiten ist die Wiking-Modellbau GmbH aus Lüdenscheid schon vor längerer Zeit bei der Firma Transporte Schlotmann in Dresel fündig geworden.

Nach einem Vorkriegs-Möbelwagen auf einem Güterwaggon mit Bremserhäuschen folgten seit 2012 drei weitere Modelle der Marke „Anton Schlotmann“: Ein Möbelkofferlastzug von Mercedes (Baujahr 1977), ein VW Käfer 1200 mit einachsigem Anhänger sowie ein weiterer Möbelkofferlastzug von Mercedes aus den 1940er und 1950er Jahren. Eine Serie, die nun erweitert worden ist.

Seit Oktober ist neben rund 20 anderen Neuheiten ein weiterer Möbelkofferlastzug mit einem sogenannten Ackermann-Aufbau im Handel. Natürlich weist auch dieses Modell im Format 1:87 die charakteristischen Merkmale der Schlotmann-„Flotte“ auf: oliv-grauer Anstrich, nostalgischer Schriftzug „Anton Schlotmann“ auf Zugmaschine und Anhänger einschließlich Telefonnummer, die bei manchem Sammler zwischen Küste und Alpen zu Beginn dieser Modellserie den Test-Drang ausgelöst hatte, ob es dieses Unternehmen tatsächlich gibt.

„Das“, so berichtet Gerd Schlotmann, „hat sich inzwischen etwas beruhigt“. Es habe sich wohl weitestgehend herumgesprochen, dass die Modelle nach realen Vorbildern entwickelt worden sind, die auch heute noch für das Dreseler Transportunternehmen auf allen Straßen des Landes unterwegs sind. Das gilt übrigens auch für die jetzt von Wiking-Mitarbeiterin Natalie Spitzer vorgestellte Neuheit – in Anlehnung an einen Mercedes Benz, Baujahr 1962.

Die Auflage für das im Oktober herausgebrachte Modellfahrzeug ist – wie auch bei den Vorgängern – auf 1000 Exemplare begrenzt. Sammler sollten sich allerdings beeilen, wenn sie auch dieses Gespann erwerben möchten. Der überwiegende Teil der Lastzüge ist bereits an die Vedes-Fachgeschäfte in Deutschland, den Niederlanden sowie in Belgien, Luxemburg und Österreich – und nur dort können sie zum Preis von 29,95 Euro gekauft werden – ausgeliefert worden. Nur noch rund 200 Exemplare liegen bei Wiking in Lüdenscheid auf Lager, teilt Natalie Spitzer mit. Ein Trost für heimische Sammler: Weil es in Werdohl und im weiten Umkreis kein Vedes-Fachgeschäft gibt, besteht auch die Möglichkeit des Erwerbs in der Siku-Modellbauwelt in Lüdenscheid.

Ein Ende der Zusammenarbeit zwischen der Wiking-Modellbau GmbH und der Firma Schlotmann ist übrigens längst noch nicht in Sicht, hieß es. Es gebe noch genügend originelle Originale, die sich in Modellfahrzeuge im Maßstab 1:87 umwandeln lassen. Und wer den vorhandenen Fuhrpark in Dresel kennt, der wird das unterstreichen können. Allerdings machen Natalie Spitzer und Gerd Schlotmann noch ein Geheimnis daraus, was als Nächstes – und wann – auf den Markt kommt.

Von Rainer Kanbach

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