Die Zukunft der Wehr aus den eigenen Reihen

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Tim Daniel Kostusiak (weißes Hemd) wird als Feuerwehrmann in den aktiven Dienst des Löschzuges Stadtmitte überstellt. Erste Gratulanten (von Links): Georg Koch, Lars und Heinrich Dittmann sowie Manfred Theile und Bürgermeisterin Silvia Voßloh.

Werdohl - Sie sind der Garant für den Fortbestand der Freiwilligen Feuerwehr Werdohl. Sie sind wichtig und wertvoll, und sie haben „einen hohen Stellenwert bei uns“. Unisono sparten Bürgermeisterin Silvia Voßloh und Stadtbrandinspektor Manfred Theile am Freitagabend nicht mit Lob für die einst von Emil Schrape ins Leben gerufene Jugendfeuerwehr.

Das Forum für dieses verbale Schulterklopfen: Die Jahresdienstbesprechung des Feuerwehr-Nachwuchses im Schulungsraum des Löschzuges Stadtmitte. Und wie zum Beweis für diese Aussagen: Einer aus dem Kreis der Jugend wurde in den aktiven Dienst überstellt und zum Feuerwehrmann befördert – Tim Daniel Kostusiak.

Sie hoffe, dass all jene, die sich in jungen Jahren für den Feuerwehrdienst ausbilden lassen, ihr Ziel nie aus den Augen lassen und auch „weiterhin am Ball bleiben“, sagte Silvia Voßloh. Akzentuierter formulierte es noch Stadtbrandinspektor Manfred Theile. Die Jugend sei ein nicht fortzudenkender Bestandteil der Freiwilligen Feuerwehr in Werdohl. Ziel sei es, deren Mitglieder mit Erreichen der Altersgrenze in die aktive Wehr zu übernehmen.

Zwar gebe es bei der Werdohler Feuerwehr auch Zulauf von sogenannten Seiteneinsteigern – „der Löwenanteil kommt jedoch aus der Jugend.“ Für die Zukunft, so Theile, „hoffen wir auf noch mehr Zulauf, denn dann ist der Fortbestand unserer Wehr gesichert.“ Worte, die nicht ohne Grund gewählt worden sind. Die Personalstärke der Jugendfeuerwehr ist vom Beginn bis zum Ende des vergangenen Jahres um zwei auf 26 gesunken. Das hat zwar einerseits mit der Überstellung in die aktive Arbeit der Löschzüge zu tun, ist aber auch – sechs verließen die Nachwuchstruppe – der Tatsache geschuldet, dass die Schulbelastungen immer größer werden.

Im vergangenen Jahr haben die Jugendlichen um den Leiter der Jugendfeuerwehr, Lars Dittmann, beachtliche 6352 Dienststunden geleistet. Gut 2500 Stunden entfielen mit 36 Übungseinheiten auf den feuerwehrtechnischen Dienst, wobei die Übungsbeteiligung knapp unter 75 Prozent lag. Der Rest auf die allgemeine Jugendarbeit. Übrigens: Das Ausbilderteam brachte für Vorbereitungen, Fortbildungen und Dienstabende noch 1698 Stunden ein – zusätzlich zu den normalen Dienstzeiten in den Heimatlöschzügen.

Löscheinsatz, technische Hilfe und Gefahren der Einsatzstelle waren Schwerpunkte der Ausbildung. Das wird sich auch 2015 nicht ändern. Die Gruppe der Truppmann-Ausbildung wurde intensiv im Umgang mit den Rettungsgeräten des Rüstwagens geschult. Zudem wurde ein Einblick in die ABC-Abwehr vermittelt. Außerdem gab es eine Schlauchbootübung auf der Lenne im Wintersohl. Ende Oktober 2014 konnten die Jugendlichen ihre erworbenen Kenntnisse im Rahmen der Jahresabschlussübung auf dem Hof Crone umsetzen.

Im Rahmen der Jugendarbeit wurde unter anderem an das Zeltlager bei Attendorn, an einen Orientierungslauf in Hemer und die Ferienfahrt nach Eckernförde erinnert. Einsätze bei Rock für Kids, auf dem Apfelfest, dem Weihnachtsmarkt und während der verkaufsoffenen Sonntage sorgten dafür, dass neben den unausweichlichen Ausgaben so viele Einnahmen erzielt werden konnten, dass unter dem Strich ein kleines Plus übrig blieb.

Dafür will die Jugendfeuerwehr auch 2015 sorgen. Ein Highlight ist zudem die Fahrt nach München vom 23. Bis 26. Mai, denn dann, so Lars Dittmann, „wird beim Spiel des FC Bayern gegen Mainz die Deutsche Meisterschaft entschieden…“

Im Zuge der turnusmäßigen Wahlen wurde Luca Bettelhäuser zum Gruppenleiter der Jugendfeuerwehr bestimmt. Jan Simon ist sein Stellvertreter. Pascal Schmidtke nimmt die Funktion des Schriftführers wahr und Julia Sommer hat die Kasse unter sich.

Von Rainer Kanbach

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