Vorsitz-Duo bleibt im Amt

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Karl Mertens (rechts) und Dieter Gierse (links) sind für weitere zwei Jahre das Führungsduo im Förderverein Stadtklinik und Seniorenzentrum Werdohl.

Werdohl - Die Finanzlage mit einem hohen Guthaben ist zwar prächtig und wurde zustimmend zur Kenntnis genommen – aber: Der Förderverein der Stadtklinik und des Seniorenzentrums an der Schulstraße braucht dringend frisches Blut in seinen 175 Mitglieder zählenden Reihen. Das ist wohl die wichtigste Erkenntnis, die am Donnerstagabend aus der 34. Mitgliederversammlung seit der Vereinsgründung gewonnen werden muss.

Der Altersdurchschnitt ist hoch, die Handlungsfähigkeit bei öffentlichen Veranstaltungen mittlerweile mehr als stark eingeschränkt. So musste die Beteiligung an Stadtfest und Weihnachtsmarkt zuletzt eingestellt werden, weil keine Helfer mehr für Auf- und Abbau des Containers zur Verfügung standen, in dem seit etlichen Jahren Reibeplätzchen gebacken und verkauft wurden.

Zwar gab der 2. Vorsitzende Dieter Gierse die Anregung, man könne die Reibeplätzchen in der Stadtklinik backen, um sie dann frei Haus zu liefern, doch blieb unter dem Strich unwidersprochen, „dass wir junge Menschen für den Verein werben müssen“, zumal sich das Zuständigkeitsfeld auf dem Klinikbereich und der Seniorenbetreuung wegen der allgemeinen Versorgungsentwicklung auch auf die Nachbarstädte im mittleren Lennetal ausgedehnt hat.

Wenn auf die Überalterung nicht reagiert werde, warnte Gierse, könne unter Umständen eine wichtige Einnahmequelle komplett wegbrechen. Das Reibeplätzchen-Backen im Klinikbereich könne, so die Anregung, unabhängig von den großen Festen in der Stadt durchgeführt werden – etwa beim Tag der offenen Tür oder anderen Ereignissen, wie beispielsweise beim in Aussicht stehenden Benefiz-Konzert des Werdohler Shanty-Chores. Alles sei „nur eine Frage der Organisation“.

Da passte es gut, dass Rüdiger Schmale anregte, man möge alle Mitglieder anschreiben (mit Rückantwort-Formular), um in Erfahrung zu bringen, wer sich in die Arbeit innerhalb des Fördervereins einbringen würde. Abgesehen von der Erörterung dieses Problems lenkte Vorsitzender Karl Mertens die Aufmerksamkeit der Versammlung auf die Leistungen, die der Verein im vergangenen Jahr erbracht hatte.

So habe man zum Wohl der Klinik einen Mobilitätsrollstuhl und weitere Pflegebetten für die neu eröffnete und gut angenommene Geriatriestation angeschafft. Der Klinik-TV-Kanal – durch einen Wasserschaden außer Betrieb geraten – ist wieder geschaltet, sodass nicht nur wieder Gottesdienste übertragen, sondern auch Filmbeiträge gezeigt werden können.

Im Verlauf des laufenden Jahres sollen unter anderem weitere Mobilitätsstühle beschafft werden. Zudem liegt dem Vorstand bereits ein Wunschzettel der Geriatrie vor. Ziel ist die Anschaffung zertifizierter Geräte (wie etwa ein fahrbares EKG-Gerät). Aber auch Seniorenspiele und die Ergänzung des DVD-Bestandes stehen auf der Liste.

Im Zuge der Wahlen wurden Karl Mertens und Dieter Gierse in ihren Ämtern als 1. und 2. Vorsitzender bestätigt. Beisitzerin und Protokollführerin bleibt Ursula Kühn.

Die Jubilar-Ehrung fiel mangels Anwesenheit spärlich aus. Dr. Hansjörg Biehl erhielt für 30-jährige Mitgliedschaft im Förderverein ein Buchgeschenk, Ernst Helmut Schade eines für 25-jährige Vereinstreue. Die weiteren, zum Teil entschuldigten Jubilare: Hans-Dieter und Kriemhilde Kurt sowie Ulrich Hopmann (30 Jahre), Dr. Armin Baitz (25 Jahre), sowie Dr. Ashadi Fery, Klaus-Dieter und Katrin Block, Dr. Friedemann Enders, Marianne Holst, Martina Kluge, Marita Schlotmann sowie Otmar und Cäcilia Spieker (alle 20 Jahre).

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