Ein Genuss für alle Sinne im Hüttendorf

Klönen bei Glühwein, Punsch oder Kakao. Die Werdohler nutzten den Weihnachtsmarkt auch für einen Plausch mit Bekannten.

Werdohl - Werdohl hat viele Facetten. Das zeigte sich am vergangenen Wochenende beim adventlichen Treiben rund um den Alfred-Colsman-Platz. Zahlreiche Vereine, Institutionen und Gewerbetreibende beteiligten sich mit Ständen und Aktionen am weihnachtlichen Hüttendorf.

Die Besucher mussten sich bloß entscheiden: Eier- oder Apfelpunsch? Gebrannte Mandeln oder Reibekuchen? Handgestrickte Socken oder eine Kerze aus echtem Bienenwachs? Nicht wenige beschlossen, sich von Stand zu Stand zu probieren oder letzte Geschenke zu erwerben.

Pünktlich als das Glockengeläut am Samstag auf das Ende der Eröffnungsandacht in der Christuskirche hinwies, begann an den Buden das Mittagsgeschäft. Bei vielen Werdohlern blieb am Wochenende die eigene Küche kalt. Der Malteser Hilfsdienst gab eine Portion Erbsensuppe nach der anderen aus. Nach kurzer Zeit musste nachgekocht werden. Die Jugendfeuerwehr grillte Würstchen und der Förderverein der Stadtklinik briet Reibekuchen. Eine gewisse Wartezeit nahmen die Besucher ohne Murren in Kauf. Ebenfalls deftig, aber internationaler ging es am Stand der Realschule zu. Zehntklässler boten dort türkische Knoblauchwurst, spanisches Gebäck und Quiche an.

Liebhaber süßer Weihnachtsleckereien wurden im Hüttendorf fündig. Die Werdohler Bürgergemeinschaft verteilte Plätzchen. Am Süßwarenstand brodelten frische Zimtmandeln im Kocher. Apfelpunsch, auf Wunsch mit einer Extraportion Calvados, gab es beim Bürgerstammtisch. An dessen Stand leuchteten zudem die „Werdohler Heimatlichter“, entworfen von Frank Zoppa.

Stimmungsvoller Weihnachtsmarkt in Werdohl

Die Jungschützen im Werdohler Schützenverein brachten eifrig Lose für ihre Tombola unters Volk. Ebenfalls Glückssache war das Gewinnen am Stand der Stadtjugendpflege. Säckchen ziehen hieß es dort – vor allem den Kindern machte es viel Spaß. Und so zahlten Eltern und Großeltern gerne dafür, floss doch auch der Erlös aus der Aktion einem guten Zweck zu. Die Jugendzentren möchten damit die rund 20 in Werdohl lebenden Flüchlingskinder unterstützen.

Zum Stöbern lud auch der Kunstmarkt ein, der in der Bücherei aufgebaut worden war.

Von Pia Käfer

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