„Allee kann sich vitalisieren“

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Hubert Deitmerg steht in der Allee, die er seit seiner Kindheit kennt und liebt. Er will die zwei vom Brandkrustenpilz befallenen Linden in Kooperation mit dem Ruhrverband und der Stadt Werdohl erhalten.

Werdohl - „Wir haben jetzt alles umgesetzt, was besprochen war“, verkündet Hubert Deitmerg. Der Holzofenbäcker will zwei vom Brandkrustenpilz befallene Linden an der Lengelsen-Allee erhalten und sagt: „Interessant ist jetzt, was die Stadt macht.“

Deitmerg hat auf der stadtauswärts gelegenen Allee-Seite eigenhändig eine acht Meter breite Schneise geschlagen. Der Ruhrverband hat auf eigene Kosten auf der in Richtung Innenstadt gelegenen Seite die Böschung freigeschlagen.

Der Bäcker hat auf eigene Kosten den Halveraner Baumpfleger Horst Willi Turk beauftragt, die beiden befallenen Bäume zu untersuchen. Das Ergebnis sei, so Deitmerg gestern: „Die Linden sind größtenteils gesund und müssen nicht gefällt werden.“ Der Naturfreund erklärt: „Durch die Freistellung soll sich die Allee nun wieder vitalisieren.“

Rückblick: Anfang Oktober war Deitmerg aufgefallen, dass die beiden Bäume mit signalfarbenen Markierungen versehen worden waren. Ein Baumsachverständiger der Stadt hatte den Brandkrustenpilz diagnostiziert. Die Bäume seien einsturzgefährdet und stellten somit eine Bedrohung für den Straßenverkehr dar.

Acht Meter breit ist die Schneise, die der Bäcker im Naturschutzgebiet geschlagen hat, um den Bäumen mehr Licht zu gönnen.

Deitmerg aber meint: „Die Erhaltung der Allee liegt im öffentlichen Interesse.“ Durch den Freischnitt erhielten die Bäume nun mehr Sonnenlicht und somit die Gelegenheit zur Regeneration. Bei den befallenen Linden müsse nur noch ein Kronenrückschnitt erfolgen, meint der Bäcker. Eigentümer der Allee und ihrer Bäume ist jedoch die Stadt Werdohl. Diese hatten den nötigen Rückschnitt bereits für das Frühjahr zugesagt. Das benachbarte Klärwerk gehört dem Ruhrverband.

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