Lüdenscheider Rat gibt Grünes Licht

Umstrittenes Gewerbegebiet: Rosmart 2.0 macht Schritt nach vorn

+
Das neue Gewerbegebiet soll auf Werdohler, Lüdenscheider und Altenaer Flur liegen.

Werdohl/Lüdenscheid - Das umstrittene Gewerbegebiet Rosmart 2.0 ist einen Schritt weiter: Der Stadtrat Lüdenscheid hat zugestimmt, einen ersten Teil des Gebiets zu entwickeln. Doch das geht nicht ohne Werdohls Zustimmung.

Der Rat der Stadt Lüdenscheid hat mehrheitlich der Erweiterung des Gewerbegebietes Rosmart um zunächst elf Hektar zugestimmt. Die Grünen, Die Linke und die Alternative für Lüdenscheid sprachen sich, wie schon zuvor im Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt, dagegen aus und folgten damit den Bedenken der Anlieger

Sie waren in der Sitzung durch Silke Kenter und Ina Hempel vertreten, die nachfragten, ob das erforderliche Änderungsverfahren im Vorfeld der Neuaufstellung des Regionalplans überhaupt möglich sei. 

Gewerbegebiet Rosmart: Alles zum Thema hier

Martin Bärwolf, Fachbereichsleiter Planen und Bauen, erklärte, die Bezirksregierung habe dies befürwortet. Auf weitere Nachfrage betonte er, es werde eine Bürgerbeteiligung zu dem Vorhaben geben. Wann diese stattfinde, stehe noch nicht fest. Der Termin werde aber frühzeitig mitgeteilt. 

Experten stellt Studie vor

Die Mitglieder des Werdohler Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt können sich am Dienstag vor der Beschlussfassung genauen Einblick in den Stand der Dinge verschaffen. Die Verwaltung hat Mitarbeiter des Kölner Büros Dr. Jansen eingeladen, die Machbarkeitsstudie „südlich Rosmart“ vorzustellen. 

Die Anwohner der Brunscheider Höhen sind gegen das Gewerbegebiet.

Die Präsentation ist für jedermann zugänglich, die Studie ist bereits seit einigen Wochen auf der Internetseite der Stadt verfügbar. Für das Kölner Büro werden zwei Mitarbeiter im Werdohler Ausschuss sprechen. Sie werden auch auf Fragen der Kommunalpolitiker antworten. Bürgerfragen sind nur zu Beginn und zum Ende der Sitzung zugelassen, während der Ausschusssitzung dürfen keine Fragen gestellt werden. 

Freundliche Atmosphäre

Sabine Kenter und Ina Hempel von der Initiative „Pro Brunscheider Höhen“ hatten diese Fragemöglichkeit am Montag im Lüdenscheider Rat genutzt. Sechs Vertreter der Initiative nahmen an der Sitzung teil. Im Gespräch mit der Redaktion sagte sie, dass sie allesamt freundlich und mit Handschlag von Bürgermeister Dieter Dzewas begrüßt worden seien. Die beiden Fragen konnten sie zu Beginn der Sitzung stellen. Über den Tagesordnungspunkt sei ohne Diskussion abgestimmt worden.

In Werdohl wird nun ähnlich wie in Lüdenscheid und bald auch in Altena über den Fortgang auf den Höhen verhandelt. Werdohl und Altena werden höchstwahrscheinlich zustimmen, dass zunächst für die Entwicklung des ersten Bauabschnitts auf dem Gebiet der Stadt Lüdenscheid notwendige Untersuchungen und Gutachten in Auftrag gegeben werden. Festlegen sollen sich die Räte zudem darauf, dass später das komplette Gebiet überbaut werden soll.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare