FSV Werdohl fragt die BM-Kandidaten

Der Naturrasenplatz am Riesei kann von der Stadt ab 2017 nicht mehr unterhalten werden, die Fußballer wollen einen zweiten Kunstrasenplatz.

Werdohl - Die FSV nutzt die Stichwahl zwischen den beiden Bürgermeister-Kandidaten Matthias Wershoven (SPD) und Silvia Voßloh (CDU) am Sonntag, um auf ein spezielles Anliegen des Vereins auf dem Riesei aufmerksam zu machen. Die FSV möchte den selten genutzten Naturrasenplatz in einen zweiten Kunstrasenplatz umgewandelt sehen und macht der Stadt dafür einen Finanzierungsvorschlag im Rahmen eines public-private-partnerships.

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„Wir haben wochenlang versucht, das Thema mit Bürgermeister Griebsch und der Verwaltung zu regeln“, sagt Sozialwart Winfried Kuschmiersz im Namen des FSV-Vorstands: „Es ist uns überhaupt nicht gelungen.“ Griebsch habe geantwortet, die Anfrage an seinen Nachfolger oder seine Nachfolgerin zu stellen. Kuschmiersz: „Das hat uns nicht gefallen.“

Die FSV wolle vor der Wahl am Sonntag wissen, wie Matthias Wershoven und Silvia Voßloh zu dem Vereinsanliegen stehen. Die entsprechenden Fragen hat der FSV-Vorstand am Dienstag, 10. Juni, den Kandidaten per E-Mail zugestellt und gleichzeitig unsere Redaktion benachrichtigt. Die beiden sollen nach FSV-Vorstellungen in Form einer „Öffentlichen Befragung“ bis „spätestens Freitag, 13. Juni“ antworten.

Die FSV teilt mit, dass der Stadt ab 2017 die finanzielle Möglichkeit fehle, den Rasenplatz im Stadion Riesei unterhalten zu können. Geplant sei eine Übergabe an die Sportvereine. Die FSV sei zwar finanziell gesund, aber dennoch allein nicht in der Lage, die Unterhaltungskosten aufzubringen. Die Stadt sei auch nicht in der Lage, diese Kosten genauer als auf eine Summe „zwischen 35 000 und 70 000 Euro“ zu beziffern. Die FSV habe der Stadt den Vorschlag gemacht, durch Aufnahme eines kfw-Kredites einen zweiten Kunstrasenplatz zu errichten. Die Stadt soll dann die Hälfte des Betrags der bisherigen Unterhaltungskosten an die FSV zahlen, die damit den Kapitaldienst für das Darlehn aufbringen könnte.

Die FSV könnte dann nach eigener Aussage „endlich einen sportgerechten Trainings- und Spielbetrieb“ mit den insgesamt 27 eigenen Mannschaften durchführen. Die Stadt hätte für nur die Hälfte des bisherigen Aufwandes eine gepflegte Anlage. Die FSV verweist außerdem darauf, dass sie erfolgreiche Integrationsarbeit betreibe. 70 Prozent der Spieler hätten einen Migrationshintergrund.

In einem zweiten Frageblock der „Öffentlichen Befragung“ der FSV wird deutlich, dass es zwischen dem FSV-Vorstand und der Verwaltungsspitze zu Dissonanzen gekommen ist. Die Vereinsspitze unter Vorsitzendem Thomas Dinter möchte, dass der ehrenamtliche Einsatz der Sportler stärker gewürdigt wird. Die Verwaltung solle „bürgernah“ agieren, hier gebe es bei der Stadtverwaltung „Verbesserungspotenziale“. Voßloh und Wershoven sollen Stellung nehmen, wie dies in Zukunft gelingen könne. - von Volker Heyn

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