Werdohl ist fit: Rieseiblitze walken bei jedem Wetter

Die Rieseiblitze haben sich dem Nordic Walking verschrieben und starten zweimal in der Woche in drei Gruppen zu einer vier bis fünf Kilometer langen Runde. - Fotos: Benninghaus

WERDOHL -  Laute Musik dröhnt freitags morgens gegen zehn über den Sportplatz am Riesei. Wer noch nicht wach ist, wird spätestens jetzt munter und beim „Warm up“ der Rieseiblitze werden auch die Muskeln locker. Nach der Aufwärmgymnastik startet die Nordic Walking-Truppe zu ihrer Runde. Drei Gruppen machen sich gewöhnlich auf den Weg.

Von Simone Benninghaus

Dieter Zander zählt zu den Urgesteinen des Werdohler Nordic Walking-Treffs, der einst vom ehemaligen Bürgermeister Manfred Wolf und dem damaligen Stadtsportbeauftragten Erwin Günter ins Leben gerufen wurde. Auch damals seien schon immer viele Werdohler gekommen, um sich in großer Runde fit zu halten, erinnert sich Dieter Zander. „Nur Sitzen, das funktioniert nicht. Man muss schon was tun, um die Kondition zu erhalten“, lautet bis heute das Motto des 78-Jährigen, der mit seinen Walkingstöcken dank kontinuierlichen Trainings immerhin noch als einer der Schnellsten die Hügel der Repke „erklimmt“. Zu seinem persönlichen Sportprogramm zählt außerdem noch Yoga. Ein Kopfstand ist dabei immer noch kein Problem für ihn. „Den konnte ich schon mit vier Jahren und den kann ich auch heute noch“, schmunzelt Dieter Zander.

An zwei Tagen in der Woche, dienstags abends (18.30 bis 19.30 Uhr) und freitags morgens (10 bis 11 Uhr) ist Dieter Zander mit den Rieseiblitzen unterwegs – bei Wind und Wetter und selbst in den Ferien. Auch die eisigen Temperaturen der letzten Wochen konnten die Nordic Walker nicht von ihrem wöchentlichen Sportprogramm abhalten. „Es kommt einfach nur auf die richtige Kleidung an“, sagt Filippa Polo, die regelmäßig zum Walking-Treff am Riesei kommt.

Für Nordic Walking gebe es viele gute Gründe. „Muskelverspannungen im Schulter-Nackenbereich können gelöst werden, die Herz-Kreislaufleistung wird verbessert, der Kalorienverbrauch gesteigert und die Ausdauer trainiert,“ zählt Dieter Zander auf und hat auch für Neueinsteiger einen Tipp: „Die sollten bei ihrem Hausarzt vielleicht vorher mal drei Kniebeugen machen, damit er kontrollieren kann, dass sie keinen roten Kopf bekommen.“ Tatsächlich habe er einmal erlebt, dass es eine Frau bei einer Übungsstunde im Stadion nicht bis zum anderen Ende des Platzes geschafft habe, ohne völlig aus der Puste zu sein. „Dabei ist der Platz nur 90 Meter lang.“

Dennoch sind Neueinsteiger immer willkommen bei den Rieseiblitzen. Insgesamt sechs ausgebildete Übungsleiter gibt es, die Anfänger betreuen und Starthilfen geben. Auch Nordic Walking-Stöcke können bei der Gruppe ausgeliehen werden, die Teilnahme ist für alle kostenlos.

Wenn die Rieseiblitze ihre vier bis fünf Kilometer lange Runde drehen, dann tun sie das in drei verschiedenen Leistungsgruppen. Die Gesundheitsgruppe lässt es dabei etwas langsamer angehen als die Gruppe, die im normalen Tempo unterwegs ist. Am schnellsten laufen die „Flotten Motten“ unter der Leitung von Wilma Vogt. „Wer beim ersten Mal hier mitläuft, dem hängt garantiert schnell die Zunge zum Hals raus“, verspricht Dieter Zander.

Neben Wilma Vogt sind Gudrun Zander, Anja Frettlöh, Petra Otto, Herbert Schneider und Sabine Kordon ausgebildete „Nordic Walking Instructor“. Sie sorgen bei den Treffs auch für das Aufwärmen der Gruppe und am Ende für das „Cool down“ mit Dehnübungen.

Vor allem dienstags starten stets viele Nordic Walker am Riesei. „Zwischen 40 und 60 Leute sind wir dann“, berichtet Dieter Zander, der organisatorisch die Fäden in der Hand hält. Interessierte können mit ihm Kontakt aufnehmen und erreichen ihn unter der Rufnummer 70 426.

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