Werdohl hat einen neuen Verein: Die HSV e.V.

Der historische Moment: Die Mitglieder stimmen der Gründung zu. Mit dabei sind die Vorsitzenden der bisherigen Trägervereine, Rudi Völker (vorn) und Henning Meyer (2.v.r.).

WERDOHL ▪ Gut eine Stunde nach Eröffnung der Gründungsversammlung durch Detlef Stägert war die Sache geritzt: Werdohl hat einen neuen Verein, die Handballspielvereinigung Werdohl-Versetal 1972 wird die Aufnahme ins Vereinsregister beantragen.

Was Stägert den gut 100 Handball-Interessierten Freitagabend im „Vier Jahreszeiten“ zu sagen hatte, war offensichtlich allen bekannt. Aus juristischen, steuerlichen und finanziellen Gründen war die bisherige Konstruktion der HSV nicht mehr zu halten. Im August hatte das Finanzamt zum Gespräch gebeten und verlangt, dass sich die HSV als Verein selbstständig machen muss. Bislang lag die HSV in den Händen der beiden Trägerverein TuS Jahn und TuS Versetal.

Detlef Stägert und Sven

Gierse leiten den Verein

Rüdiger Jadzewski verlas die komplette sechsseitige Satzung sowie die eigene Jugendsatzung. Dann wurde die Zahl von 63 Stimmberechtigten festgestellt, von denen 62 den Arm für die Neugründung hoben. Einer enthielt sich der Stimme. Damit war der neue Verein ganz ohne Trommelwirbel aus der Taufe gehoben. Die Mitglieder sprachen sich einstimmig für die Beantragung des Vereinsregistereintrags und die neue Satzung aus.

Auch die Neuwahl des Vorstands ging flott über die Bühne, weil der geschäftsführende Vorstand der alten HSV komplett zur Wiederwahl stand. Vorsitzender ist jetzt Detlef Stägert, sein Vertreter Sven Gierse, Eva Clever Geschäftsführerin, Frank Köper Kassierer, Dirk Schulte technischer Leiter und Rüdiger Jadzewski der Vorsitzende der Jugendabteilung. In den erweiterten Vorstand wurden Marion Ludowisky als zweite Geschäftsführerin, Anke Perlowsky als zweite Kassiererin und Nadine Kuschmierz als Frauenwartin gewählt.

Diskussion über Beiträge

der passiven Mitglieder

Die beiden bisherigen Vorsitzenden der Handballabteilungen der Trägervereine, Dieter Bruns und Mark Cordt, bestimmte die Versammlung zu Beisitzern. Presse- und Werbewart wurde Eike Schmale, die Kasse prüfen werden Jens Burzlaff und Ulli Westendorf.

Zum Ende wurden noch mit Mehrheit die Mitgliedsbeiträge festgelegt, die sich an den im Vergleich zum TuS Jahn etwas höheren Beiträgen des TuS Versetal orientierten. Kinder bis 14 Jahre zahlen 24 Euro, Jugendliche bis 18 Jahre 36 Euro, Erwachsene 48 Euro und der Familienbeitrag liegt bei 78 Euro. Über den Begriff des passiven Mitglieds gab es allerdings eine 45-minütige Diskussion, der Beitrag soll bei 12 Euro liegen. Gegen die Beitragssatzung stimmten fünf Mitglieder, vier enthielten sich.

Von Volker Heyn

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