SGV Werdohl braucht keinen Bankwart mehr

Seit 60 Jahren gehört Dirk Hoffmann (links) dem SGV an, seit 40 Jahren Hildegard von Lucke. Dieter Benninghaus gratulierte. Die langjährigen Mitglieder Karin Mangelsdorf, Hans Bednar, Irene Bühner, Ernst Wilhelm Stahlschmidt und Gustav Ullrich waren entschuldigt.

WERDOHL ▪ Bänke hat der SGV Werdohl keine mehr, also braucht es auch keinen Bankwart. Jörg Bauer, der sich in der Vergangenheit um die Sitzgelegenheiten entlang der Wanderstrecken gekümmert hat, wurde vom Vorsitzenden Dieter Benninghaus mit einer kleinen selbstgebastelten Bank samt nahrhaftem Unterbau aus diesem Amt entlassen und als Beisitzer in den Vorstand aufgenommen.

Um 102 Bänke hat sich der Werdohler Verein mal gekümmert, zuletzt waren es noch 21. Renovierungskosten und Arbeit wurden zu viel für den Verein mit 174 Mitgliedern in der Kartei, aber deutlich weniger Aktiven. Das Vorhaben, alle abzubauen, bevor sie vergammeln, stieß im vergangenen Jahr beim Bürgerstammtisch jedoch auf Kritik. Der Kompromiss, so Benninghaus: „Wir lassen die Bänke stehen, aber andere, zum Beispiel die Parteien, kümmern sich darum.“ Um nicht mit einem möglichen Verfall der Bänke in Zusammenhang gebracht zu werden, hat Jörg Bauer das SGV-Logo jeweils überlackiert – eine letzte Amtshandlung des Bankwarts. Seine Verabschiedung war auf der Jahreshauptversammlung am Samstag die einzige Veränderung im Vorstand der Werdohler Abteilung des Sauerländischen Gebirgsvereins. Im kommenden Jahr wird sich da mehr tun, kündigte Dieter Benninghaus an. Zwar wolle er als erster Vorsitzender ebenso wie Christel Brandner und Renate Güth-Mähl noch zwei Jahre dran hängen, doch die vier anderen Vorstandskollegen können oder wollen nicht mehr. Mit einem dreiköpfigen Vorstand sei man handlungsfähig, doch bat Benninghaus dringend um weitere Mitstreiter. Von einer Auflösung des Vereins war jedoch erst einmal keine Rede mehr.

Vor allem der erkrankte Gustav Ullrich reiße eine große Lücke, bedauerte Benninghaus. Einige Aktionen werden nicht mehr stattfinden können. Der Wanderplan ist jedoch noch gut gefüllt. Damit dass so bleibt, müssten sich aber weitere Wanderführer melden, warb Benninghaus auch hier um mehr Beteiligung. Im vergangenen Jahr legten bei 32 Wanderungen 363 Teilnehmer insgesamt 304 Kilometer zurück, berichtete er. Dazu kamen drei Radwanderungen und zwei Busfahrten. Vor allem die kürzeren Wanderungen seien beliebt – auch da merke man das zunehmende Alter der Mitglieder. 66 Kilometer Wege betreut der SGV Werdohl, berichtete Wegewart Harald Linke. 36 Kilometer hat er im vergangenen Jahr gemeinsam mit Willi Lichtenfeld nachgezeichnet.

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