SPD Werdohl begeht 100-Jähriges

WERDOHL ▪ Sie zählt mit zu den ältesten Parteien Deutschlands – die SPD. In Werdohl blickten die Sozialdemokraten gestern auf 100 Jahre Parteigeschichte zurück.

Mit Witz, gesellschaftlich Wissenswertem und vielen geschichtsträchtige Momenten auf lokaler, bundesweiter sowie weltweiter Ebene hatte ein sechsköpfige Arbeitskreis der Werdohler Sozialdemokraten Schlaglichter zusammengetragen. Medial aufbereitet, mit Textdokumenten und historischen Filmausschnitten, zog die Präsentation für eine Stunde die Aufmerksamkeit der Gäste aus Politik, Verwaltung und Gesellschaft in der Stadtbücherei in ihren Bann. „Danke, für diese unvergessene Stunde. Für mich war es eine bewegende Zeitreise, bei der ich an der ein und anderen Stelle Gänsehaut bekommen habe“, fasste  Gastrednerin Dagmar Freitag (MdB) treffend die Eindrücke zusammen, die nach der einstündigen Vorführung zurückblieben. „Das, was ihr gemacht habt, war außergewöhnlich“, lobte sie das Engagement der Werdohler Sozialdemokraten, deren Einsatz weit über das, was von Ehrenamtlern erwartet werden könne, hinausgehe.

„Die SPD hat es in den vergangenen 100 Jahren immer wieder geschafft, nach draußen zu gehen, Menschen anzusprechen und mitzunehmen“, resümierte Birgit Sippel, Europaabgeordnete. Auch die Werdohler hätten getreu dem Willi-Brandt-Zitat „Mehr Demokratie wagen“ gehandelt. „Und das funktioniert nur, wenn man sich einmischt und Dinge kritisch begleitet.“

Bei der Präsentation sei deutlich geworden, so Michael Scheffler (MdL), dass die Werdohler SPD stets auf der Höhe der Zeit gewesen sei und aktuelle Themen gezielt aufgegriffen habe – Stichwort Schulpolitik. Die Themen seien über die Jahre ähnlich geblieben, so Bürgermeister Siegfried Griebsch. Viel verändert habe sich nicht. „Wichtig ist, dass man sich sachlich auseinander setzt.“ Auch das Stadtoberhaupt lobte die Genossen, die mit viel Akribie den Rückblick aufbereiteten. „Das ist nicht selbstverständlich.“

„Eine Partei, die in der Gesellschaft steht, die lebt“, betonte Michael Groschek. Für den Generalsekretär der nordrhein-westfälischen SPD ist es angesichts „der Albernheit, mit der heute in Deutschland regiert wird“ nicht verwunderlich, dass nur noch jeder Zweite zur Wahl gehe. Die Sozialdemokraten stünden für soziale Sicherheit und die Arbeit des Werdohler Ortsvereins zeige, dass hier keinen Topf voll mit Asche stehe, sondern eine Flamme lodere, die am Leben gehalten werde.

Susanne Riedl

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