B 229: Bauarbeiten im Versetal sollen im September beginnen

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Die Stützmauer entlang der Verse ist abgängig und muss ersetzt werden.

Werdohl - Voraussichtlich ab September müssen sich die Autofahrer im Versetal auf massive Behinderungen einstellen. Der NRW-Landesbetrieb Straßenbau plant eine große Baumaßnahme, in deren Verlauf nicht nur ein Teil der Bundesstraße, sondern auch eine Stützmauer erneuert wird.

„Auf einem Stück von etwa 550 Metern lassen wir den kompletten Aufbau der Bundesstraße 229 vom Schotter bis zu den verschiedenen Asphaltschichten erneuern“, sagte Karl-Josef Fischer, Pressesprecher der für Werdohl zuständigen Südwestfalen-Niederlassung des Landesbetriebs in Netphen. Zudem seien Kanalbaumaßnahmen erforderlich, weil das Oberflächenwasser der Straße, das derzeit noch in die Verse eingeleitet wird, zukünftig in das städtische Kanalnetz abgeführt werden müsse. 

Mit diesen Straßen- und Kanalbauarbeiten hofft der Landesbetrieb schon im September beginnen zu können. „Das müssen wir mit dem ausführenden Bauunternehmen noch absprechen“, sagte Fischer wenige Tage vor der Auftragsvergabe. Bei einem baldigen Baubeginn hält er es aber für möglich, dass dieser Teil der Arbeiten noch in diesem Jahr zum Abschluss gebracht werden könnte. 

Doch schon in dieser Phase der Maßnahme müssen Verkehrsteilnehmer mit Behinderungen rechnen. Die B 229, wichtige Verkehrsachse zwischen Werdohl, Lüdenscheid und der Autobahn 45, werde während der Arbeiten im Bereich der Baustelle nur einspurig befahrbar sein, kündigte Fischer eine Ampelregelung an. 

Vollsperrung an mehreren Wochenenden 

„An einigen Wochenenden werden wir auch eine Vollsperrung vornehmen müssen, beispielsweise, um die Asphaltdeckschicht auftragen zu können“, erklärte der Sprecher weiter. Lange Rückstaus und ein Verkehrschaos im Versetal scheinen damit unvermeidlich. Schließlich ist ein Ausweichen des Schwerlastverkehrs über den Höhenweg (L 655) nicht möglich, weil diese Strecke für größere Lastwagen gesperrt ist. 

Erst für das Jahr 2019 plant der Landesbetrieb nach Fischers Worten den Neubau der gut 200 Meter langen Stützmauer im Bereich der Abzweigung Kirchstraße und dem Gewerbepark Eveking. Das an der Verse verlaufende Bauwerk sei abgängig und müsse ersetzt werden. Mit diesen Arbeiten soll laut Fischer im Frühjahr nach der Hochwasserphase, also wahrscheinlich im März begonnen werden. Der Landesbetrieb kalkuliert dafür mit einer Bauzeit von neun bis zwölf Monaten, je nach Witterung. 

Auch während des Baus der Stützmauer wird es im Versetal zu Verkehrsbehinderungen kommen. Denn auch in dieser Bauphase könne der Verkehr nur einseitig an der Baustelle vorbei geführt werden, kündigte Fischer an. 

Kosten von rund 2,5 Millionen Euro 

Die gesamte Baumaßnahme wird etwa 2,5 Millionen Euro und damit etwa 15 Prozent weniger kosten als zunächst kalkuliert. Allein in die neue Stützmauer werden fast 2 Millionen Euro fließen.

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