Autofahrer brauchen weiterhin Geduld

B 229: Bald wieder zwei Baustellen

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So sah es im Bereich Blechhammer noch vor sechs Wochen aus: Einspurig wird der Verkehr an der Baustelle vorbeigeführt und mit Ampeln geregelt. Derzeit ist dagegen freie Fahrt. Das soll sich aber bis Ende des Monats wieder ändern.

Werdohl – Seit vergangener Woche ist die Sanierung des Höhenwegs zwischen dem Rosmart-Kreisel und der Einmündung Hölzerne Klinke (L655) bis auf den Aufbau der Leitplanken abgeschlossen, neu und wieder befahrbar ist die Asphaltdecke.

Verkehrsteilnehmer, die den Weg täglich fahren, dürfte dies freuen. Alle, die regelmäßig durch das Versetal über die Bundesstraße 229 fahren, wohl eher weniger. 

Denn nachdem die Arbeiten zwischen Lüdenscheid und Werdohl, für die die Vollsperrung notwendig war, abgeschlossen sind, will nun die Firma Westnetz die Gasbaustelle im Bereich Blechhammer auf der B 229 wieder einrichten. 

Baumaßnahme vorübergehend ausgesetzt

Kurz vor Beginn der Höhenweg-Sanierung im Auftrag von Straßen.NRW hatten sich Westnetz und das Werdohler Ordnungsamt darauf verständigt, diese Baumaßnahme vorübergehend auszusetzen. Grund dafür: Die Umleitungsstrecke für den Höhenweg führte über die B 229 durch das Versetal. Auf dieser Route lagen zwei Gasbaustellen der Westnetz – eine im Bereich Bärenstein und eine im Bereich Blechhammer. Schon mit der Behinderung in Bärenstein hatten Autofahrer täglich zu kämpfen. Kilometerlange Staus bildeten sich im Berufsverkehr. Teilweise musste sogar die Polizei ausrücken, weil viele Verkehrsteilnehmer versuchten das Stauchaos zum umfahren. Am Blechhammer waren dagegen die Sperrbaken abgeräumt und die Straße provisorisch wieder hergestellt worden, um zumindest hier freie Fahrt zu gewährleisten. In Bärenstein war dies nicht möglich gewesen. 

Halbseitige Sperrung mit Ampelanlage

„Zeitnah“, voraussichtlich bis Ende des Monats, also innerhalb der nächsten zehn Tage, solle die halbseitige Sperrung mit Ampelanlage im Bereich Blechhammer jetzt wieder aufgebaut werden. So plant es die Westnetz derzeit zumindest, erklärte Pressesprecherin Julia Snelinski. Die letzten Absprachen mit dem Ordnungsamt der Stadt Werdohl seien noch nicht getroffen. Unklar ist zum Beispiel, ob die Fahrbahn sofort auf derselben Länge wieder geöffnet wird wie vor sechs Wochen. 

Grundsätzlich würden die Arbeiten aber ablaufen „wie gehabt“, sagt Snelinski. Bedeutet im Bereich Blechhammer: Die überregionale Hochdruck-Gasleitung der Westnetz wird im offenen Bauverfahren saniert. Die alten Rohre, die seit mehr als 70 Jahren in der Straße liegen, werden durch neue ausgetauscht. Insgesamt soll die Leitung auf einer Länge von acht Kilometern zukunftssicher gemacht werden. 

Daher handelt es sich bei den Baustellen am Blechhammer und in Bärenstein um Wanderbaustellen, die immer weiter in Richtung Werdohl „wandern“ und sich irgendwann treffen. Die Baustelle Bärenstein ist also fertiggestellt, sobald sie den Anknüpfungspunkt am Blechhammer erreicht hat, die am Blechhammer, wenn sie am Gas-Übergabepunkt in Werdohl angekommen ist. 

Verlauf der Leitung muss geändert werden

Zusätzlich zur Sanierung muss die Westnetz in Eveking den Verlauf der Leitung ändern. Straßen.NRW hatte untersagt, dass im Bereich der neuen Stützmauer, die erst vor wenigen Monaten fertiggestellt wurde, Gasrohre in die frisch asphaltierte B 229 gelegt werden. Dies hätte zu Problemen mit den Befestigungshaken der neuen Mauer führen können. Westnetz muss die Leitung daher durch die Bachstraße führen, die parallel zur Bundesstraße verläuft, und anschließend die neuen Rohre im Bereich des Feuerwehrgerätehauses Eveking an den alten Trassenverlauf in der Bundesstraße anschließen. Insgesamt sollen die Baumaßnahmen noch mindestens bis Ende 2021 dauern.

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