5G-Standard soll in der Region getestet werden

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Werdohl - Kommunikation von Maschinen in Echtzeit – das verspricht der neue Mobilfunkstandard 5G. Dadurch werden selbstfahrende Autos, standortübergreifende Produktionsverfahren und medizinische Operationen aus der Ferne und vieles mehr möglich.

„5G bietet die große Chance, Südwestfalen besser zu vernetzen und Infrastrukturnachteile auszugleichen“, ist Matthias Heider, Sprecher der südwestfälischen CDU-Bundestagsabgeordneten, überzeugt. Der Koalitionsvertrag der Bundesregierung sieht vor, in fünf Modellregionen in Deutschland die Anwendung von 5G zu erproben. Bereits im März hatten die fünf südwestfälischen CDU-Abgeordneten Matthias Heider (Kreis Olpe/Märkischer Kreis), Volkmar Klein (Siegen-Wittgenstein), Patrick Sensburg (Hochsauerlandkreis) Hans-Jürgen Thies (Kreis Soest) und Paul Ziemiak (Märkischer Kreis) erklärt, sich dafür stark machen zu wollen, dass Südwestfalen eine dieser Modellregionen wird. 

Südwestfalen als Region vorgestellt 

In einem Gespräch mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer stellten nun Matthias Heider und Patrick Sensburg die Region Südwestfalen und mögliche Anwendungsfelder von 5G vor. Sie berichteten von den Erfahrungswerten im Bereich des koordinierten Breitbandausbaus, der durch die von den fünf Kreisen gegründete Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen seit Jahren fachlich begleitet wird, sowie von den konkreten Planungen für Südwestfalen als 5G-Modellregion. „Als wirtschaftlich stärkste Region in NRW und mit einer herausfordernden Topografie ist Südwestfalen eine ideale Region, um den neuen Mobilfunkstandard zu erproben. Darüber hinaus wird das Vorhaben auch von der heimischen Wirtschaft und den Hochschulen und Fachhochschulen in der Region unterstützt und begleitet“, sagt Heider. 

Bald Vorreiter im ländlichen Raum? 

Die Initiative, dass Südwestfalen 5G-Modellregion werden soll, wurde ursprünglich vom Bezirksverband der Jungen Union Südwestfalen gestartet, der sich an die fünf CDU-Bundestagsabgeordneten aus Südwestfalen gewandt hatte. Die Nachwuchspolitiker hatten darauf verwiesen, dass Südwestfalen als 5G-Modellregion Vorreiter im ländlichen Raum sein könnte und so jungen Menschen eine konkurrenzfähige Zukunftsperspektive bieten würde. 

Im Termin mit den Abgeordneten berichtete Verkehrsminister Andreas Scheuer, dass der Bundestag bereits eine Million Euro bereitgestellt habe, damit ein Konzept für die Modellregionen entwickelt werden kann. Darüber hinaus plane die Bundesregierung, im Winter mit den Versteigerungen der ersten 5G-Lizenzen zu beginnen. 

„Südwestfalen ist eine interessante Pilotregion für 5G, weil sich bei uns besonders viele Testmöglichkeiten ergeben und schon jetzt klare Bedarfe in der Region formuliert werden“, sagt Heider.

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