Kinderbecken im Werdohler Freibad wird saniert

In der neuen Badesaison erwartet die Kinder im Freibad noch mehr Badespaß.

Werdohl - Ein spezieller Kleinkindbereich mit Sonnensegel und Spieltieren: Das Kinderbecken im Werdohler Freibad wird saniert – und in diesem Zuge soll das Bad noch attraktiver werden, besonders für die jüngsten Badegäste und ihre Eltern.

„In den vergangenen Jahren haben wir einen mittleren vierstelligen Betrag investieren müssen, um Undichtigkeiten zu beseitigen“, unterstreicht Frank Schlutow, Geschäftsführer der Bäder GmbH, die Notwendigkeit der Sanierung. So hätten unter anderem offene Fugen und zerbrochene Fliesen immer wieder zu Undichtigkeiten geführt. Fehlende Ablaufrinnen sorgen für zusätzliche Wasserverluste – und damit für erhöhte Betriebskosten. „Wir mussten also etwas tun“, stellt Schlutow fest.

Bisher gab es in dem rund 300 Quadratmeter großen Becken keinen Kleinkindbereich. „Die niedrigste Wasserhöhe von 40 Zentimetern ist für die Kleinsten alles andere als optimal“, betont Schlutow. Um die Attraktivität des Bades weiter zu steigern, hätten sich die Verantwortlichen der Bäder GmbH entschlossen, das zu ändern: Im Zuge der Sanierung soll ein rund sechs mal sechs Quadratmeter großer Bereich des Beckens erhöht werden. „Dann kommen wir auf eine Wassertiefe von circa 20 Zentimetern“, sagt Schlutow.

Eine kleine Rutsche und Spieltiere, die mit einer Pumpe ausgestattet sind, beschäftigen den Nachwuchs: Die Kinder können auf den Rücken der Tiere klettern oder kräftig herumspritzen. „Außerdem wird ein Teilbereich mit einem Sonnensegel beschattet, dass besonders in der Mittagszeit Schutz vor der prallen Sonne bieten wird“, stellt der Geschäftsführer der Bäder GmbH die Planung vor. Die bei den größeren Kindern äußerst beliebte Rutsche werde etwas erhöht, bleibt aber erhalten.

Das neue Becken soll mit einer rutschhemmenden Folie ausgekleidet werden. Die Zugänge werden laut Schlutow neu gestaltet und rund ums Becken sind Ablaufrinnen geplant. Um einen besseren Wasseraustausch zu gewährleisten, soll das Frischwasser künftig aus Einlaufdüsen im Bodenbereich zugeführt werden. „Das ist heute Stand der Technik“, sagt Schutow. Bisher befindet sich die Frischwasserzufuhr in den Seitenwänden des Beckens.

Etwa 150 000 Euro investiert die Bäder GmbH in die Sanierung des Kinderbeckens, rund 30 000 Euro entfallen auf die Neugestaltung des Kleinkindbereiches. Schlutow ist überzeugt, dass diese Mehrausgabe sinnvoll ist: „Gerade mit Blick auf die demografische Entwicklung müssen wir Familien mit kleinen Kindern etwas bieten.“ Steuergelder würden für die Sanierung und Neugestaltung nicht ausgegeben, der kommunale Haushalt werde nicht belastet, betont Schlutow. Sowohl die Stadtwerke als auch die Bäder GmbH seien eigenständige Gesellschaften. Aus den Erträgen der Stadtwerke werde der Bäderbetrieb finanziert, erklärt der Geschäftsführer beider Gesellschaften.

Schon in der kommenden Saison, die am 1. Mai beginnt, können Badegäste den neuen Bereich nutzen. Die Arbeiten beginnen in der kommenden Woche. „Sollten wir bis zur Baderöffnung nicht fertig sein, werden wir das Kinderbecken zunächst sperren und später eröffnen“, sagt Frank Schlutow. Alternativ hätten die Arbeiten nach der Saison im Spätsommer beginnen können. „Aber wir glauben, dass es sinnvoller ist, wenn die Werdohler schon in diesem Sommer von der Umgestaltung profitieren können.“

Von Carla Witt

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