Unvergessliche Moskau-Reise

Die 16-köpfige Reisegruppe des SV 08 posierte auf dem Roten Platz in Moskau für ein Erinnerungsfoto. Morgen berichtet unsere Zeitung dann im Lokalsport über den zweitägigen Schwimmwettkampf.

WERDOHL - „Es war die weiteste und spektakulärste Reise der Vereinsgeschichte mit einem riesigen Besichtigungsprogramm. Wir haben bei herrlichstem Wetter alles gesehen, was ein Tourist gesehen haben muss, und obendrein einen tollen Wettkampf erlebt. Jederzeit wieder gerne!“ Mit diesen Worten schwärmte Peter Guder, der Vorsitzende des SV 08 Werdohl, von der sechstägigen Flugreise der 16-köpfigen Gruppe, die am Montag zu Ende ging.

Rund zehn Monate lang hatte der mit viel Reiseroutine gesegnete Funktionär und Trainer Peter Guder hauptverantwortlich den Trip nach Russland auf Einladung der Schwimmsportschule Mytyshi vorbereitet. Bis die Werdohler Gruppe tatsächlich vom Flughafen Köln-Bonn abheben konnte, waren bürokratische Hürden aus dem Weg zu räumen: die Visa-Beantragung und Vorlage von Krankenkassenbelegen und Reisepässen in der russischen Botschaft Bad Godesberg.

Begleitet wurde der 60-Jährige von Gattin Susanne (51), Geschäftsführerin des SV 08, sowie von Kassenwart Mirko Schwabe (33) und Jugendwartin Janina Kellmann (25). Das Quartett betreute zwölf Aktive im Alter von 13 bis 22 Jahren: Alicia Bettermann, Gina Lee Brahmsiepen, Tobias Guder, Daniel Heinze, Niklas Hopmann, Jeanine und Dominik Möglich, Verena Schlüter, Lena Schneider, Jendrik Wiegard sowie Alea und Sophie Wäscher.

Nach der Landung der Werdohler Gruppe auf dem internationalen Flughafen Vnukovo und dem schier endlosen Einreise-Prozedere warteten mit Jane und Eugene zwei 16-jährige Mädchen auf die Delegation aus Deutschland. „Sie haben uns die ganzen Tage begleitet und sind schnell vollwertige Gruppenmitglieder gewesen. Das war für uns Erwachsene schon ein Aha-Effekt, dass sich unsere Kinder am zweiten Tag auf englisch unterhalten haben, damit auch unsere jungen Betreuerinnen uns verstehen konnten. So haben sogar die Schulen profitiert“, schmunzelte Peter Guder über das bestens praktizierte Motto „learning by doing“.

Nach der abenteuerlichen Busreise über die sechsspurige Autobahn ins 60 Kilometer entfernte Hotel „Gerda“ (Guder: „Ich habe noch nie so viele Autos gesehen – vom Porsche bis zum verrosteten Lada!“) und dem Bezug der Zimmer kamen die Werdohler in einem Einkaufszentrum auf Umwegen auch ohne ihre im Hotel „einkassierten“ Ausweispapiere dazu, Euro in die Landeswährung Rubel umzutauschen. „Das kennen die Jüngsten bei uns gar nicht mehr“, so Guder, der mit seiner Gruppe schnell die krassen Gegensätze zwischen Arm und Reich zu sehen bekam: Hier Hotels und Luxus, dort Wellblechgaragen mit kargen Schlafmöglichkeiten. Nicht weniger gewöhnungsbedürftig war auch das Frühstück mit Krautsalat, Milchreis-Suppe oder kalten Kartoffeln. Kein Wunder, dass beim Mittagessen nach der Besichtigung des Roten Platzes mit dem Kreml, dem Kaufhaus Gum oder dem Historischen Museum und dem Lenin-Mausoleum die Pizza besonders gefragt war.

Die Erwachsenen wurden ins Bolshoi-Theater zur Oper „Eugen Onegin“ mit Musik von Tschaikowski eingeladen, erlebten Moskau bei Nacht, von oben aus dem Riesenrad und von unten in der super-sauberen Metro. Nach Finsterwalde, Ratibor und Amsterdam war Moskau bereits die vierte Reise des SV 08 Werdohl 2013 – es folgen im Herbst noch Brüssel und Derwentside, dazu das eigene Internationale Schwimmfest am 6. und 7. September mit Gästen aus Polen, Belgien und den Niederlanden. Auch die russischen Freunde aus Mytyshi sind eingeladen. Sie kommen aber wohl erst 2014.

Von Lars Becker

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