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Werbung für Motorradsport für Jugendliche

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Von: Michael Koll

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Die Werdohler Familie Diolosa machte am Samstagvormittag auf dem Brüninghaus-Platz Werbung für den Motorrad-Rennsport: Von links Vater und Betreuer Giuseppe, Sohn Luca und die Töchter Luana und Chiara sowie Ehefrau und Mutter Nadia Diolosa.
Die Werdohler Familie Diolosa machte am Samstagvormittag auf dem Brüninghaus-Platz Werbung für den Motorrad-Rennsport: Von links Vater und Betreuer Giuseppe, Sohn Luca und die Töchter Luana und Chiara sowie Ehefrau und Mutter Nadia Diolosa. © Michael Koll

„Ich hatte schon mit ein paar mehr Leuten gerechnet“, gab Giuseppe Diolosa zu. Gemeinsam mit seinem Sohn Luca stellte er am Samstagvormittag den Motorradsport für jugendliche Fahrer vor.

Werdohl - Selbstkritisch zog er das Fazit: „Es war wohl zu früh am Morgen.“ Nächstes Jahr werde er noch einmal eine solche Informationsveranstaltung in Werdohl anbieten, dann aber zu anderen Uhrzeiten, kündigte der ehemalige Inhaber des Eiscafés Valentino an.

„Im Sauerland ist der Fußball als Sport immer noch ungeschlagen. Wir wollten nun aber zeigen, dass es da auch mehr gibt“, erklärte er noch einmal seine Absicht. Und stolz verkündete er, wenigstens in einem Fall den Nagel auf den Kopf getroffen zu haben: „Eine Familie war da. Die waren sehr interessiert, ihren Fünfjährigen nächstes Jahr zu einem Schnupperkursus zu schicken.“

So hatte es auch bei Luca Diolosa angefangen. Papa Giuseppe war als Jugendlicher selbst mit motorisierten Go-Carts bei einigen Regionalausscheidungen angetreten. Weiter war er aber nie gekommen.

„Als Erwachsener wechselte ich dann von vier zu zwei Rädern und schaffte mir ein Motorrad an.“ Und so brachte er seinen Sohn auf den Geschmack. „Er war immer bei mir in der Garage, wenn ich an der Maschine herumgeschraubt habe.“

Als Luca, der heute zwölf Jahre alt ist, fünf war, „durfte er auf unserem Grunstück dann mit einer kleinen Pocket-Maschine ein paar Runden drehen“. Als nächstes meldete Papa Diolosa seinen Sprößling für einen ADAC-Schnupperkursus an. Da war Luca dann sechs Jahre alt. „Und mit sieben stieg er dann in die ersten Wettkämpfe ein.“

Flau sei ihm dabei nie im Magen geworden, betont Giuseppe Diolosa: „Die Zeiten sind heute ja anders, als noch in meiner Kindheit.“ Angst um seinen Sohn habe er nie gehabt. Er argumentiert: „Die Rennstrecken sind mittlerweile breiter ausgebaut und die Schutzausrüstung ist längt auch besser.“ Schließlich zeigt er auf die Freiheit-straße in seinem Rücken und sagt: „Da – im normalen Straßenverkehr – müssen Sie sich fürchten.“

Doch sein Luca fährt bisher ja nur im geschützten Raum der Wettkämpfe. Mit der winzigen Pocket-Maschine wurde Luca Diolosa 2020 sogar Deutscher Vize-Meister. Seine Mutter Nadia und Lucas zwei Schwestern – die 13-jährige Luana und die 15-jährige Chiara – sind deshalb sehr stolz auf den begabten Jungen.

Nach Corona ist der Zwölfjährige dann in der laufenden Saison auf ein größeres Motorrad von Honda umgestiegen. Vater Giuseppe erläutert: „Die Saison läuft noch bis zum 17. September. Vier Rennen stehen noch im Kalender.“ Aktuell sei Luca Diolosa Vierter im Klassement, alles sei noch möglich.

Ab einem Alter von sechs Jahren könne jeder Interessierte beim Automobilclub ADAC einen Schnupperkursus machen. Der nächstgelegene Standort, an dem solche Angebote gemacht werden, sei Rüthen. Die Stadt – zwischen Meschede und Paderborn gelegen – ist etwa 80 Kilometer von Werdohl entfernt.

Wer am Samstag nicht am Brüninghaus-Platz war, sich aber noch für den Motorradsport interessiert, kann Giuseppe Diolosa anrufen unter Tel. 01 52 / 54 04 61 92.

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