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Lenneradweg: Kein Baubeginn in Sicht

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Von: Carla Witt

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Fahrradfahrer fährt auf der Bundesstraße dicht neben einem Lastwagen entlang
So macht das Fahrradfahren keinen Spaß: Wer von Werdohl nach Plettenberg fahren möchte, muss an der Bundesstraße entlangfahren. Dass soll sich ab dem kommenden Jahr ändern, erklärt der heimische Sozialdemokrat Jürgen Henke.  © Schulz, Sebastian

Es könnte knapp werden mit dem Zeitplan für den Bau des Radwegabschnitts an der Bundesstraße 236 zwischen Werdohl-Kettling und Plettenberg-Teindeln.

Werdohl – Im vierten Quartal, so hatte Andreas Berg von Straßen.NRW im März erklärt, solle mit den Arbeiten begonnen werden. Doch noch sind die notwendigen Grunderwerbsverhandlungen nicht abgeschlossen. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der SPD-Bundestagsabgeordneten Inge Blask hervor.

Grunderwerbsverhandlungen noch nicht abgeschlossen

In dem Schreiben des Landtags heißt es: „Aktuell laufen in Zusammenarbeit zwischen dem Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen und der Stadt Plettenberg im Rahmen der Baurechtsschaffung die notwendigen Grunderwerbsverhandlungen.“ Die Frage, ab wann Radfahrer den neu gebauten Weg nutzen können, kann folglich auch nicht konkret beantwortet werden: „Ausschreibung und Vergabe der weiteren Bautätigkeiten sind vom Erfolg der Grunderwerbsverhandlungen abhängig“, lautet der Hinweis.

Hoffen auf die kommende Saison

Der Werdohler SPD-Politiker Jürgen Henke hat dennoch die Hoffnung, dass der Zeitplan noch passt: „Es besteht weiterhin die Absicht, in diesem Jahr zu beginnen“, erklärt Henke – nachdem er einige Telefonate geführt hat. „Das ist das erklärte Ziel von Straßen.NRW“, unterstreicht der Sozialdemokrat. Zudem rechne er fest damit, „dass der Weg den Radfahrern in der kommenden Saison 2023 zur Verfügung stehen wird“.

Er habe auch als Privatperson großes Interesse am Bau des Radweges und werde sich auch als solche entsprechend einbringen. Henke berichtete in diesem Zusammenhang, dass er Kontakt zu Ulrich Schulte, dem Bürgermeister der Nachbarstadt Plettenberg, aufgenommen habe. Auch den CDU-Landtagsabgeordneten Thorsten Schick habe er informiert – und um Hilfe gebeten: „Es kann nicht schaden, wenn von allen Seiten gebohrt wird“, unterstrich der Henke.

Verzug durch spätere Rodungsarbeiten

In diesem Jahr hatte es bereits einen zeitlichen Verzug gegeben: Die für den Radwegebau notwendigen Rodungsarbeiten im Bereich vom Ortsausgang Teindeln bis zur Lennebrücke, die zum Bauckloh führt, konnten erst im März stattfinden. Dazu musste eine Ausnahmegenehmigung durch den Märkischen Kreis erteilt werden, denn normalerweise dürfen solche Arbeiten aus Artenschutzgründen nur bis Ende Februar erfolgen. Aufgrund des Hochwassers Mitte Februar hatten die sogenannte Baufeldräumung aber nicht stattfinden können.

Nach diesen Arbeiten war ohnehin aufgrund von artenschutzrechtlichen Vorgaben eine Pause vorgeschrieben.

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