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Wer Spaß am Kochen hat, ist in dieser Küche gerne gesehen

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Von: Volker Griese

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Als Hauswirtschaftsmeisterin bringt Ilka Jentges-Weyres (links) viel Knowhow mit. Grundsätzlich reichen aber einfache hauswirtschaftliche Kenntnisse, um helfen zu können. Eigentlich für den Service zuständig sind Anne Orth (rechts) und Ingrid Hömberg (im Hintergrund), sie helfen aber auch in der Küche mit.
Als Hauswirtschaftsmeisterin bringt Ilka Jentges-Weyres (links) viel Knowhow mit. Grundsätzlich reichen aber einfache hauswirtschaftliche Kenntnisse, um helfen zu können. Eigentlich für den Service zuständig sind Anne Orth (rechts) und Ingrid Hömberg (im Hintergrund), sie helfen aber auch in der Küche mit. © Volker Griese

30 bis 40 Gäste bekocht das ehrenamtliche Team des Diakonischen Werks jeden Freitag. Dann gibt es normalerweise das, was man gerne als Hausmannskost bezeichnet: deftige, nahrhafte und traditionell zubereitete Gerichte. Die Helferinnen tun das nach eigenem Bekunden gerne – dennoch wünschen sie sich für ihre Aufgabe personelle Unterstützung.

Werdohl ‒ An diesem Freitag war es wieder so weit: Um 9 Uhr haben die Helferinnen und Thorsten Schulz als einziger Mann im Team im Haus der Diakonie am Kirchenpfad ihre Arbeit in der Küche aufgenommen: Kartoffeln schälen, Gemüse klein schneiden, Suppenfleisch kochen. Denn an diesem Tag soll es „eine herbstliche Gemüsesuppe mit allem, was der Garten hergibt“, geben, wie es Ilka Jentges-Weyres formuliert. Die Neuenraderin, die als Hauswirtschaftsmeisterin viel Knowhow mitbringt, kocht in der Regel einmal im Monat. „Ich möchte mich gerne in die Gemeinschaft an meinem neuen Wohnort einbringen“, sagt sie. Jentges-Weyres will bald zu ihrem Sohn ziehen, der in Werdohl wohnt.

Sich einbringen, etwas für andere tun, das wollen auch Ingrid Hömberg und Anne Orth, die sich ebenfalls in der Küche nützlich machen, ansonsten aber für den Service zuständig sind. „Ich halte mir den Freitag immer frei“, sagt Hömberg. Denn Freitag ist immer der Tag, an dem im Haus der Diakonie ein Mittagstisch für Rentnerinnen und Rentner angeboten wird. Für einen Euro erhalten die Gäste ein komplettes Essen inklusive Nachtisch und Getränk.

Essen steht pünktlich auf dem Tisch

„Die ursprüngliche Idee war, ältere Menschen, die während der Coronapandemie regelrecht vereinsamt sind, bei einer warmen Mahlzeit zusammenzubringen“, sagt Thorsten Schulz. Daraus habe sich dann dieses wöchentliche Angebot entwickelt, bei dem freitags pünktlich um 12 Uhr das Essen auf dem Tisch steht.

Suppe in allen Variationen wird immer gerne genommen, der große Renner sind aber Reibeplätzchen.

Ingrid Hömberg, Helferin

Zum konkurrenzlos günstigen Preis kann die Diakonie das Mittagessen anbieten, weil die Zutaten in aller Regel gespendet werden. „Wir bekommen die Lebensmittel von den Werdohler Supermärkten, aber auch von Privatpersonen“, erzählt Schulz. Deshalb könne auch immer erst kurzfristig entschieden werden, was freitags auf die Teller kommt. „Meistens wissen wir donnerstags, was uns zur Verfügung steht. Dann beraten wir, was man davon kochen kann“, sagt Schulz und Ingrid Hömberg ergänzt, was die Gäste am liebsten mögen: „Suppe in allen Variationen wird immer gerne genommen, der große Renner sind aber Reibeplätzchen.“

Weitere Helferinnen und Helfer gesucht

Weil das Angebot gut angenommen wird, würde sich das Team über weitere Helferinnen und Helfer freuen. Wer in der Küche mithelfen möchte, müsse sich auf eine freitägliche Einsatzzeit von 9 bis etwa 14 Uhr vorbereiten. „Man sollte gerne kochen und dabei auch ruhig einmal etwas wagen, aber grundsätzlich bodenständig bleiben. Extreme Experimente haben unsere Gäste nicht so gerne“, skizziert Schulz das Anforderungsprofil. Wer das Essen auftragen möchte, komme erst ab 11 Uhr zum Einsatz. „Wichtig ist, dass die Leute Spaß an der Kommunikation haben“, betont Schulz, dass das Gespräch mit den Gästen mindestens genauso wichtig ist wie ihre Bewirtung.

Auch an anderen Stellen könnte das Diakonische Werk noch ehrenamtliche Helfer gebrauchen, denn mittlerweile sind fast täglich Lebensmittel in den Supermärkten abzuholen. Weil der Bedarf nicht zuletzt durch viele Geflüchtete aus der Ukraine gestiegen ist, gibt das Diakonische Werk jeden Dienstag, Mittwoch und Donnerstag ab 11 Uhr Lebensmittel aus, die vielleicht nicht mehr ganz frisch, aber zum Wegwerfen zu schade sind. „Für diese Ausgabe suchen wir noch Helfer, die uns von 9 Uhr bis in die Mittagszeit unterstützen“, sagt Schulz.

Wer das Diakonische Werk beim Mittagsangebot oder bei der Lebensmittelausgabe an Bedürftige unterstützen möchte, kann sich an Koordinator Carsten Schulz (Rufnummer 0 174 / 8 39 49 40, E-Mail: c.schulz@diakonisch-luedenscheid-plattenberg.de) wenden.

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